Wilhelm Schmidt, Präsident des Deutschen Vereins, erinnert an viele Sonntagsreden der letzten Jahre, die betonten, wie wichtig es ist, auch in der Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit aktiv zu werden. “Allerdings gab es bislang kaum konkrete Vorstellungen, mit welchen Schritten dies geschehen könne. Älter werden bedeutet nicht automatisch, pflegebedürftig zu werden”, betont Schmidt. “Die Potentiale zur Verringerung von Pflegebedürftigkeit bei älteren Menschen sind keineswegs ausgeschöpft. Gerade bei älteren Menschen ist charakteristisch, dass bereits geringe körperliche oder psychische Beeinträchtigungen ein relativ hohes Maß an Autonomieverlust nach sich ziehen können.” Der Deutschen Vereins empfiehlt die Erhaltung bzw. Wiedererlangung eines höheren Grades an Selbständigkeit im Alltag und sozialer Teilhabe in den Vordergrund zu stellen.
Stichworte sind: wohnortnahe Gesundheitsförderung, abgestufte Frühdiagnostik, geriatrischen Rehabilitation und eine präventiv arbeitende Pflege. Pflegebedürftigkeit hänge aber nur teilweise vom individuellen Gesundheitszustand und das Ausmaß der Beeinträchtigung kommt oft erst im Wechsel mit anderen Faktoren zum Tragen. “Daher spielen auch die Gestaltung der Umwelt und die Verfügbarkeit kompensatorischer Angebote, ebenso wie die persönliche Unterstützungsinfrastruktur durch Angehörige, Nachbarn und bürgerschaftlich Engagierte eine große Rolle.”
Pflegebedürftigkeit verhindern oder minimieren: Deutscher Verein fordert Stärkung von Prävention und Rehabilitation, Presseerklärung des Deutschen Vereins vom Juni 2011
Empfehlung: Prävention und Rehabilitation vor und bei Pflege umsetzen!![]()