Beschäftigte aus dem Ausland sollen dem Fachkräftemangel in Deutschland abhelfen. Die Betriebe sollten auf diesen Wandel in den Belegschaften reagieren, meldet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).
“Vordringlich ist die Frage der Sprachkompetenz der Mitarbeiter … sind die Beschäftigten in der Lage, wichtige Unterweisungen zu Sicherheitsvorkehrungen und zur richtigen Schutzkleidung überhaupt zu verstehen? … ‘Manchen Mitarbeitern ist es peinlich, dass sie nicht ausreichend Deutsch sprechen. Sie melden sich dann nicht, obwohl sie nur wenig verstanden haben.’ Hinzu komme, dass viele Migranten in ihrem Heimatland keine oder nur wenig praktische Erfahrungen im Umgang mit dem Arbeitsschutz gemacht hätten … In der Regel sind es nicht die gut ausgebildeten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit Migrationshintergrund, die eine Herausforderung für die Prävention darstellen. Vielmehr bedürfen die schlecht ausgebildeten Migranten mit geringer Sprachkenntnis einer speziellen Ansprache, um sie für den Arbeitsschutz zu sensibilisieren. Denn gerade diese Migranten arbeiten häufig in Branchen und an Orten, an denen sie besonderen Gefährdungen ausgesetzt sind.” Mehrsprachige Broschüren, Kontrollen ob die Inhalte von Unterweisungen so verstanden wurden, dass sie in kritischen Situationen auch umgesetzt werden können. Fehlt Sprachkompetenz, sollten “bereits zu Beginn der Beschäftigung Maßnahmen vereinbart werden, um die Defizite zu beseitigen.” In der Pflege gibt es viele kleine Betriebe und die Arbeit legt den Pflegenden viel Verantwortung auf.
Beschäftigte aus dem Ausland aktiv in den Arbeitsschutz einbeziehen – Wie kann das gelingen? – Tipps der gesetzlichen Unfallversicherung, Pressemitteilung der Berufsgenossenschaft vom 20.7.2011