“Der Handlungsdruck ist enorm, die Pflegereform kann nicht länger aufgeschoben werden”, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker. Dabei müsse es “das oberste Ziel der Reform sein, die Situation Pflegebedürftiger und Pflegender zu verbessern”. Die AWO setzt sich für den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ein, der Verbesserungen für die 1,3 Millionen an Demenz erkrankten Menschen verspricht. Als Solidargemeinschaft plädiere die AWO auch für die „schnellstmögliche Einführung einer Bürgerversicherung“.
Künftige Kostensteigerungen “durch die Einführung einer privaten Zusatzversicherung zu decken und das Risiko der Pflegebedürftigkeit damit weiter zu individualisieren lehnt Döcker aber als ‘absolut unsozial’ ab. ‘Nur eine Bürgerversicherung, die auch hohe Einkommen sowie Vermögen und bisher privat versicherte Personengruppen, wie Selbständige und Beamte in die Beitragspflicht einbezieht, garantiert eine gerechte Verteilung der Lasten’, erklärt Brigitte Döcker abschließend.”
Lasten der Pflegereform solidarisch teilen, Pressemitteilung der AWO vom 25.07.2011
Absolut unsozial!
25. Juli 2011 von Georg Paaßen