“Der Sozialverband VdK bekräftigt seine Forderung an die Bundesregierung, rasch eine Pflegereform auf den Weg zu bringen, die klare Verbesserungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige mit sich bringt …

Häusliche Pflege entwickelt sich immer mehr zu einem Armutsrisiko für die betroffenen Familien. Pflegende Angehörige, das sind zu 70 Prozent Frauen, müssen oft ihren Beruf aufgeben. Das führt zu Einkommensverlusten und verringerten Rentenanwartschaften. ‘Diese Menschen brauchen mehr finanzielle Sicherheit, damit die häusliche Pflege eines Angehörigen nicht in die Einbahnstraße zur Armut mündet’, sagte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher … Der VdK fordert, dass Zeiten der Pflegetätigkeit rentenrechtlich genauso bewertet werden wie Zeiten der Kindererziehung. Mascher: ‘Pflegebedürftige mit geistig-seelischen Einschränkungen, wie zum Beispiel Alzheimer-Patienten, dürfen in der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht schlechter behandelt werden als Pflegebedürftige mit körperlichen Defiziten.’
Leisten können muss man sich auch die von der FDP geplante verpflichtende private Pflegezusatzversicherung. Der VdK lehnt diese Pläne strikt ab: ‘Das Recht auf gute Pflege darf nicht von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen abhängen’, betont Mascher. Besonders Senioren und Menschen mit Behinderung wären bei einer kapitalgedeckten privaten Pflegeversicherung benachteiligt. Je älter und kränker, desto höher wären die Beiträge, die monatlich zu zahlen sind.”
Pflege darf nicht in die Armut führen, Pressemitteilung den VdK vom 30.8.2011
[...] Pflege ist Armutsrisiko, unser Beitrag vom 30.8.2011 [...]