Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat eine Studie zur Finanzierung der Pflegeversicherung veröffentlicht. Darin schreiben die WirtschaftswissenschaftlerInnen, Die Reform der Pflegeversicherung sei unvermeidlich, um den Pflegenotstand zu verhindern. Dass die Leistungen der Pflegeversicherung viele Jahre nicht erhöht worden sind, sehen sie als eines der “Kernprobleme” in der Pflege. So müssten immer mehr Menschen zuzahlen oder seien auf Sozialhilfe angewiesen.
Das Forscherteam favorisiert den Ausbau des Umlagesystems im Sinne einer Bürgerversicherung. Dafür spreche, dass Selbstständige und Beamte mit ins System einzahlen würden. Die bringen wegen der durchschnittlich höherem Einkommen Geld in die Kassen. Außerdem müssten für diese Gruppen durchschnittlich weniger Leistungen erbracht werden. Auch in der paritätischen Finanzierung der Beiträge durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer sehen die AutorInnen Vorteile.
In der Studie wird gegen eine Kapitaldeckung argumentiert. Es sei zur Zeit nicht davon auszugehen, dass der Kapitalmarkt in angemessenem Umfang ökonomische Sicherheit bieten könne, um die künftige Versorgung “pflegebedürftiger Generationen” zu gewährleisten. Auch als “sehr sicher geltende Anlageformen [könnten] innerhalb kurzer Zeit schnell an Wert verlieren”.
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DIW drängt Schwarz-Gelb zu raschem Handeln, Artikel in der Suddeutschen Zeitung zum DIW Papier vom 27.9.2011