“Gute Pflege braucht gutes Personal … Nach einer aktuellen Erhebung des Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW können 50 Prozent der Pflegeheime und ambulanten Dienste … offene Stellen nicht besetzen. Der Markt für Fachkräfte ist fast leergefegt. Dauerhafte Engpässe in der Versorgung Pflegebedürftiger drohen. Nicht nur die Politik, sondern auch die Einrichtungen selbst sind dringend gefordert, aktiv zu werden … ‘Ein großes Problem ist das schlechte Image des Pflegeberufs’, sagt Cord Wellhausen, Landesvorsitzender des Paritätischen NRW. ‘Pflege ist viel mehr als satt und sauber. Die Arbeit mit Pflegebedürftigen ist anspruchsvoll und vielseitig.’ Entsprechende Fachkräfte seien nicht zum Nulltarif zu haben und verdienten viel mehr gesellschaftliche Anerkennung, so Wellhausen weiter … So resultiert der hohe Zeitdruck der Beschäftigten unter anderem daraus, dass so wichtige zeitintensive Leistungen wie die persönliche Ansprache der Pflegebedürftigen nicht finanziert werden. Hier ist die Politik dringend gefordert, für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen. Doch auch die Pflegedienstleister müssen die eigenen Gestaltungsspielräume konstruktiv nutzen – etwa im Bereich des Personalmanagements: … ‘Es klingt profan, ist aber ganz wesentlich für die Mitarbeiterzufriedenheit, dass Arbeitszeiten und familiäre Verpflichtungen miteinander vereinbar sind. Natürlich ist der Schichtdienst für eine alleinerziehende Mutter eines Grundschulkindes keine gute Option’, nennt Norbert Zimmering, Leiter des Hermann-Keiner-Hauses in Dortmund ein Beispiel aus der Praxis vor Ort.”
Jedem zweiten Pflegeanbieter fehlt Personal, Pressemitteilung des Paritätischen NRW vom 5.10.2011
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