Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat am 9.10. seine Vorstellungen zur Pflegereform etwas präzisiert – jedoch ohne verbindliche Eckpunkte zu liefern, die ursprünglich für den Sommer 2011 angekündigt waren.
Bahr will Familien, die Angehörige pflegten, entlasten. Sie seien oft überfordert. Bahr klagte, “wer Kurzzeitpflege in Anspruch nimmt, bekommt derzeit kein Pflegegeld”. Weiter solle das Angebot an Pflegeleistungen flexibilisiert werden, um mehr auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen eingehen zu können.
Bahr betonte: “Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, ist zuerst die Familie gefordert. Die Gesellschaft muss sie unterstützen und stärken.” Die ambulante Pflege und neue Wohnformen wie betreutes Wohnen sollen gestärkt werden. “Die Arbeitgeber können durch flexiblere Arbeitszeiten einen Beitrag leisten”, forderte der FDP-Politiker. Zur Finanzierung konnte Bahr keine Aussagen machen.
Bahr kündigt an, die Reform der Pflegeversicherung solle im ersten Halbjahr 2012 in Kraft treten. Das endet bekanntlich am 30.6.2012.
Pflegereform kommt im ersten Halbjahr 2012, Artikel im Ärzteblatt vom 10.10.2011
Irgendwie-Irgendwann, unseren Beitrag vom 23.9.2011 lesen
[...] zu helfen. Frau Mascher zeigt sich sehr enttäuscht, dass von den immer wieder angekündigten Verbesserungen für pflegende Angehörige nichts in den Beschlüssen zu finden ist. „Gar nichts“ hält der VdK von den Plänen [...]
[...] Interviews und Fototerminen hektische Aktivität entfaltet … um dann zu Verkünden: Reformen gibt’s später. Bisher hat auch Frau Beikirch bekannte Argumente nur wiederholt und nichts [...]