Bundesgesundheitsminister Bahr hat schon mehrere Termine verstreichen lassen, um beim Thema Pflegereform konkret zu werden. Er brauche mehr Zeit um unterschiedliche Positionen der Koalitionsparteien abzustimmen. Den unionsgeführten Bundesländern scheint das zu lange zu dauern. Sie treten mit einem eigenen Pflegekonzept an die Öffentlichkeit. Drei Themen setzen die Länder ganz nach oben auf ihre Liste. Sie fordern, den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff schnell umzusetzen, sie wollen die häusliche Pflege stärken und eine Demografiereserve bilden. Die heute jungen Beitragszahler sollen künftig von “überproportional hohen Beiträgen verschont werden”. Die CDU-Länder wollen deshalb einen kollektiven Kapitalstock aufbauen.
Um die Kosten für die Reformen zu decken, sollen Kinderlose künftig nicht nur ein viertel, sondern ein halbes Prozent mehr einzahlen.
Pflege: Unions-Länder wollen Kinderlose rannehmen, Artikel in der Ärzte Zeitung vom 24.10.2011