Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, sich für einen Nationalen Demenzplan einzusetzen …
Aufgrund des Alterns der Bevölkerung ist absehbar, dass die Zahl der Demenzkranken von derzeit 1,2 Millionen auf 2,6 Millionen im Jahr 2050 ansteigen wird, sofern kein Durchbruch in der Therapie erfolgt. Dazu Heike von Lützau-Hohlbein, die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: ‘Die erschreckenden Zukunftsaussichten und die gegenwärtig unzulängliche Versorgung Demenzkranker sind allgemein bekannt: aus den ausführlichen Altenberichten der Bundesregierung, aus den Aussagen von Angehörigen und Praktikern, wie wir sie täglich am Alzheimer-Telefon hören … Als Vorsitzende der Dachorganisation Alzheimer Europe kenne ich die Nationalen Aktionspläne und Demenzstrategien von Frankreich, Schottland, Norwegen und anderen Ländern …’
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft sieht als wichtige Ziele u.a. Verbesserungen in folgenden Bereichen:
(1) Frühe Diagnose und leitliniengerechte Behandlung,
(2) Unterstützung für Betroffene und Angehörige sowie Förderung des bürgerschaftlichen Engagements,
(3) hinsichtlich der steigenden Zahl der allein lebenden Menschen mit Demenz gilt es in den Kommunen das selbständige Wohnen dieser Gruppe mit niedrigschwelligen Dienstleistungen zu unterstützen und die Bevölkerung im Umgang mit Demenzkranken zu schulen,
(4) verstärkte Anstrengungen im Bereich der Prävention, um das Erkrankungsrisiko zu senken, was auch ökonomisch sinnvoll ist.”
Deutsche Alzheimer Gesellschaft fordert Nationalen Demenzplan. Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Pressemitteilung der DAlzG vom 1.11.2011