“Als enttäuschend und absolut unzureichend bewertet der Paritätische Wohlfahrtsverband den Koalitions-Kompromiss zur Reform der Pflege. Scharfe Kritik übt der Verband insbesondere an den Plänen zur Einführung einer privaten Pflege-Zusatzvorsorge. Zur Stabilisierung der Finanzen in der Pflege fordert der Paritätische die Einführung einer Bürgerversicherung.
Angesichts der vollmundigen Ankündigungen der Bundesregierung, die dieses Jahr zum ‘Jahr der Pflege’ ausgerufen hatte, zeigt sich der Paritätische von den Ergebnissen des Koalitionsgipfels zutiefst enttäuscht. ‘Dieser Kompromiss wird den aktuellen pflegepolitischen Problemen in keiner Weise gerecht. Die Menschen werden privat zur Kasse gebeten, gleichzeitig werden die dringend notwendigen Reformschritte auf die lange Bank geschoben …’, kritisiert Dr. Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes. ‘Nach unseren Berechnungen werden mindestens fünf Milliarden benötigt, um eine Pflege in Würde für alle Menschen auch in Zukunft sicherzustellen’, so Jüttner … Der Paritätische bekräftigt seine Forderung nach einem Umbau der Pflegeversicherung zu einer solidarischen Bürgerversicherung. Bemessungsgrundlage sind dabei nicht nur die Löhne, sondern auch andere Einkünfte, wie Kapital- oder Mieteinträge.”
Scharfe Kritik des Paritätischen an Plänen der Koalition zur Pflegereform: Verband zeigt sich zutiefst enttäuscht, Pressemeldung des Paritätischen Gesamtverbandes vom 7.11.2011