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Posts Tagged ‘Altenpflege’

Seit März 2011 treten täglich radioaktive Isotope aus den havarierten Reaktoren 1 bis 3 sowie dem beschädigten Abklingbecken von Reaktor 4 aus. Die Katastrophe dauert bis zum heutigen Tag an …
Fukushima: Vertuschung und Verharmlosung

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Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 18.1.: „Koalition einigt sich auf höhere Leistungen für Demenzkranke„. Das klingt erfreulich und die koalitionären Pflegepolitikerinnen erfreuen sich großer Aufmerksamkeit. Demenzkranke sollen mehr Pflegegeld und mehr Sachleistungen bekommen – auch bei Pflegestufe 0. Pflegende Angehörige bekommen bald auch Leistungen, wenn die Pflegebedürftigen in der stationären Verhinderungspflege sind. Die Verbesserungen sollen ab 2013 in Kraft treten. Das ist das Jahr der nächsten Bundestagswahl.

Die seit Jahren geplante Neugestaltung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs wird von den ReformerInnen nicht angegangen.

Die Medienberichte lesen sich widersprüchlich und lassen viele Fragen zu den Anspruchsvoraussetzungen und Abwicklung offen. Unsere Suche nach genauen Zahlen läuft …

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Bereits im Juli 2011 veröffentlichte das Statistische Bundesamt eine Auswertung von Krankenhausstatistiken und stellte fest, dass der demografische Wandel nicht zu einer Kostenexplosion im Gesundheitssystem führt. Jetzt hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) den „Versorgungs-Report 2012“ vorgelegt. Darin kommen die gesetzlichen Kassen zur Schlussfolgerung: „die steigende Lebenserwartung wird die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weit weniger belasten als vielfach angenommen – eine Kostenexplosion bleibt aus.“

„Im Versorgungs-Report 2012 zum Schwerpunktthema ‚Gesundheit im Alter‘ analysieren 42 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen die ambulante und stationäre Versorgung, die Arzneimitteltherapie, Pflege, Prävention und Palliativmedizin unter dem Blickwinkel der alternden Gesellschaft. Der Report stützt sich auf Daten von 24 Millionen AOK-Versicherten. Tenor: Deutschland braucht keine andere Medizin für ältere Menschen, aber eine deutlich bessere geriatrische Qualifizierung der Gesundheitsberufe … Bei der Prognose, wie sich die Zahl der Demenzerkrankungen bis 2050 entwickeln wird, spielt die Entwicklung der Lebenserwartung eine wesentlich Rolle: Steigt die Lebenserwartung stark an, wird mit der größeren Zahl alter Personen die Zahl der Demenzkranken auf bis zu drei Millionen steigen, was bei im gleichen Zeitraum schrumpfender Bevölkerungszahlen einem Anteil von 4,2 Prozent der Deutschen entsprechen würde.

Insgesamt müssten sich Ärzte und weitere Gesundheitsberufe mehr Wissen über die Besonderheiten geriatrischer Patienten aneignen, so eine Empfehlung des Reports …

Der Versorgungs-Report 2012 zeigt zudem gelungene Beispiele für eine auf die Belange Älterer zugeschnittene Prävention. Dazu zählen Sturzprophylaxe-Projekte in Pflegeheimen. Sie können 20 Prozent aller Hüftfrakturen bei Heimbewohnern verhindern.

Nach Berechnungen des Gesundheitsökonomen Prof. Stefan Felder von der Universität Basel steigen die GKV-Ausgaben aufgrund des zunehmenden Anteils Älterer an der Bevölkerung bis 2050 um 19 Prozent. Das entspricht einem Ausgabenplus von 0,4 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: zwischen 2005 und 2009 sind die Ausgaben der GKV im Jahresmittel um 3,7 Prozent gestiegen. Felders Berechnungen für den Versorgungsreport 2012 haben ergeben, dass die steigende Lebenserwartung zwar durchaus höhere Ausgaben nach sich zieht, aber bei weitem nicht im Ausmaß einer ‚Kostenexplosion‘. Dem liegt die Beobachtung zugrunde, dass die Behandlungskosten vor dem Tod eines Menschen besonders hoch sind – unabhängig davon, ob er mit 70, 80 oder 90 Jahren stirbt.“

Gesundheit im Alter – Keine Kostenexplosion durch demografischen Wandel, Meldung der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung vom 19.12.2011
Internetseiten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK

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„Bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung lassen sich die Menschen eher vom eigenen Eindruck vor Ort als von Transparenzberichten [Pflegenoten] leiten; und auch die Fähigkeiten des Pflegepersonals sind ihnen wichtiger als die Qualitätsindikatoren, die der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) für seine Beurteilungen (‚Pflege-TÜV‘) zu Grunde legt. Das sind wesentliche Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Prof. Dr. Max Geraedts … unter rund 1.800 Menschen in Deutschland“ durchgeführt hat.
„Viel wichtiger als die pflegefachlichen Kriterien“ in den Berichten des MDK, die mit den Pflegenoten veröffentlicht werden, „sind den Menschen in unserer Umfrage die Pflegekräfte. Ob es genügend sind, ob sie freundlich und zugewendet sind, welche Ausbildung sie haben, ob sie respektvoll mit den Bewohnern umgehen, wie viel Zeit sie haben – das alles spielt eine viel größere Rolle bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung“, ergänzt Geraedts. „Auch Kriterien wie der erste Eindruck einer Einrichtung, die ärztliche Versorgung und die Qualität von Speisen und Getränken landen unter den Top-Ten der Auswahlkriterien. Weniger wichtig war den Menschen die Lage der Einrichtung und die Ausstattung der Zimmer, aber auch spezielle pflegerelevante Ergebnisse bekommen noch nicht die Bedeutung, die Experten diesen Auswahlkriterien zuweisen.“

Menschen wählen Pflegeeinrichtung nach der Qualität des Personals und nicht nach den Kriterien des MDK, Pressemitteilung der Uni Witten/Herdecke vom

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Die Krankenkassen AOK, IKK und BKK in Mecklenburg-Vorpommern wollen, die Vergütungssätze in der ambulanten Pflege um bis zu 23 Prozent kürzen. Gleichzeitig werden auch die Zeiten, die für einzelne Verrichtungen anerkannt werden, zusammen gestrichen. „Es ist ein Skandal, wenn uns bei steigenden Löhnen und Lebenshaltungskosten ernsthaft eine Absenkung der jetzigen Preise angeboten wird. Gleichzeitig sollen die bisherigen, seit Jahren bewährten Zeitansätze für die Leistungserbringung in der häuslichen Krankenpflege zu Lasten der Patienten und Mitarbeiter abgesenkt werden“, erklärt Helmut Schapper, Vorsitzender des Liga Fachausschusses Ambulante Pflege. Es geht nicht um Luxus, sondern um medizinisch notwendige Leistungen wie Medikamentengaben, Insulininjektionen oder Verbandswechsel die von Pflegediensten im ärztlichen Auftrag durchgeführt werden. Eine pflegefachliche Begründung für die Kürzungen kann Schapper nicht erkennen.

„Beispielhaft erhält ein Pflegedienst für einen Einsatz, bei dem er eine Insulininjektion bzw. eine Medikamentengabe durchführt, durchschnittlich 6,09 Euro. Gefordert wurde in den Verhandlungen nun ein durchschnittlicher leistungsgerechter Preis von 7,38 Euro. Hierfür hat ein Pflegedienst einschließlich An- und Abfahrt rund 15 Minuten zur Verfügung. Zukünftig soll diese Leistung in rund 10 Minuten zu einem angebotenen durchschnittlichen Preis von 4,20 Euro erbracht werden.“ Es bleibt auch unklar, warum die Vergütungen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich von denen in anderen Bundesländern abweichen sollten.

Seit Januar 2009 verhandeln die Vertreter der ambulanten Pflegedienste mit der AOK Nordost, der IKK Nord und dem BKK Landesverband Nordwest, um eine einheitliche Vergütungsstruktur zu vereinbaren. Die Verhandlungen wurden durch die Krankenkassen immer wieder verzögert. So werden Ausgaben bei den Kassen vermieden, da sie nur die vor Jahren vereinbarten Vergütungen zahlen.

Nicht nur im Nord-Osten gibt es solche Probleme. Im August wurde über die Berliner Verhandlungen zu den Vergütungsvereinbarungen berichtet. Das letzte Angebot der AOK Nordost für Berlin hielt noch nicht einmal das Niveau von 2007, sondern senkte es in zentralen Bereichen weiter ab.

Pflegedienste in Mecklenburg-Vorpommern befürchten ambulanten Versorgungsnotstand, Meldung auf www.kirche-mv.de vom 7.12.2011
Die Kaasen haben auf diese Vorwürfe mit einer eigenen Pressemitteilung reagiert: AOK & Co bieten auch Steigerungen an

Ambulante Pflege: Demo in Berlin, unsere Meldung auf vom 30.8.2011

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„Über 19 000 Unterschriften für die Pflegekammer, bis zu 3000 Pflegende aus ganz Bayern: Für mehr politische Mitsprache und bessere Rahmenbedingungen in der Pflege haben sich Pflegende aus der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege sowie der ambulanten Pflege am gestrigen Mittwoch in München eingesetzt: Bei der Demonstration unter dem Motto ‚Rettet die Pflege!‘, die am Münchner Odeonsplatz gestartet ist, forderten die Mitglieder der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge) und des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) bessere Rahmenbedingungen, eine menschenwürdige Pflege und eine eigene Stimme und Mitsprache bei politischen Entscheidungen.

„Ein beachtliches Signal“, Beitrag auf www.pflegekammer-jetzt.de

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„Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden wohl in keiner anderen Branche zu so gewaltigen Veränderungen führen, wie in der Gesundheits- bzw. Pflegebranche.
Unter dem Motto
Der Pflege gehen die Profis aus – Gute Pflege braucht Experten
haben deshalb die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Verbände der privaten Anbieter eine neue Aktion zur Fachkräftegewinnung in Rheinland-Pfalz gestartet.
Ab Oktober 2011 sind wir mit ‚Pflege on Tour‘ in den weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz unterwegs, um die Jugendlichen der Abschlussjahrgänge vor Ort über die Chancen und Herausforderungen der Pflegeberufe zu informieren. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Stationen finden Sie unter dem Menuepunkt ‚Pflege on Tour‘.“
Darüber hinaus bietet die Internetseite zur Kampagne „viele weitere allgemeine Hinweise und Tipps zur Ausbildung in der Altenpflege, die Kontaktdaten solcher Pflegeeinrichtungen, die Praktika und Ausbildungsplätze anbieten, die Adressliste der Altenpflegeschulen in Rheinland-Pfalz sowie weitere Informationen und Links zum Thema Ausbildung und Qualifizierung in der Altenhilfe.“

zur Internetseite der Kampagne: www.pflegesignal.de

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