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Posts Tagged ‘ambulante Pflege’

Die Krankenkassen AOK, IKK und BKK in Mecklenburg-Vorpommern wollen, die Vergütungssätze in der ambulanten Pflege um bis zu 23 Prozent kürzen. Gleichzeitig werden auch die Zeiten, die für einzelne Verrichtungen anerkannt werden, zusammen gestrichen. „Es ist ein Skandal, wenn uns bei steigenden Löhnen und Lebenshaltungskosten ernsthaft eine Absenkung der jetzigen Preise angeboten wird. Gleichzeitig sollen die bisherigen, seit Jahren bewährten Zeitansätze für die Leistungserbringung in der häuslichen Krankenpflege zu Lasten der Patienten und Mitarbeiter abgesenkt werden“, erklärt Helmut Schapper, Vorsitzender des Liga Fachausschusses Ambulante Pflege. Es geht nicht um Luxus, sondern um medizinisch notwendige Leistungen wie Medikamentengaben, Insulininjektionen oder Verbandswechsel die von Pflegediensten im ärztlichen Auftrag durchgeführt werden. Eine pflegefachliche Begründung für die Kürzungen kann Schapper nicht erkennen.

„Beispielhaft erhält ein Pflegedienst für einen Einsatz, bei dem er eine Insulininjektion bzw. eine Medikamentengabe durchführt, durchschnittlich 6,09 Euro. Gefordert wurde in den Verhandlungen nun ein durchschnittlicher leistungsgerechter Preis von 7,38 Euro. Hierfür hat ein Pflegedienst einschließlich An- und Abfahrt rund 15 Minuten zur Verfügung. Zukünftig soll diese Leistung in rund 10 Minuten zu einem angebotenen durchschnittlichen Preis von 4,20 Euro erbracht werden.“ Es bleibt auch unklar, warum die Vergütungen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich von denen in anderen Bundesländern abweichen sollten.

Seit Januar 2009 verhandeln die Vertreter der ambulanten Pflegedienste mit der AOK Nordost, der IKK Nord und dem BKK Landesverband Nordwest, um eine einheitliche Vergütungsstruktur zu vereinbaren. Die Verhandlungen wurden durch die Krankenkassen immer wieder verzögert. So werden Ausgaben bei den Kassen vermieden, da sie nur die vor Jahren vereinbarten Vergütungen zahlen.

Nicht nur im Nord-Osten gibt es solche Probleme. Im August wurde über die Berliner Verhandlungen zu den Vergütungsvereinbarungen berichtet. Das letzte Angebot der AOK Nordost für Berlin hielt noch nicht einmal das Niveau von 2007, sondern senkte es in zentralen Bereichen weiter ab.

Pflegedienste in Mecklenburg-Vorpommern befürchten ambulanten Versorgungsnotstand, Meldung auf www.kirche-mv.de vom 7.12.2011
Die Kaasen haben auf diese Vorwürfe mit einer eigenen Pressemitteilung reagiert: AOK & Co bieten auch Steigerungen an

Ambulante Pflege: Demo in Berlin, unsere Meldung auf vom 30.8.2011

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„In Niedersachsen haben sich verschiedene Partnerinnen und Partner unter Moderation des Sozialministeriums auf einen umfassenden Pflegepakt für Niedersachsen geeinigt. Sozialministerin Aygül Özkan: … „Wir sichern die Qualität der Pflege. Das nützt den Pflegebedürftigen, den in der Pflege engagierten Menschen sowie den Angehörigen gleichermaßen. Heute ist ein guter Tag für die pflegebedürftigen Menschen in Niedersachsen.“ Einer der Punkte, die vom Ministerium hervorgehoben werden ist, dass die Beteiligten klarstetten, „dass Tarifgehälter bei Pflegesatzverhandlungen zu berücksichtigen sind.“ Auf verschiedenen Ebenen soll Bürokratie abgebaut werden. Die Auszubildenden in der Altenpflege dürfen sich freuen: das Land wird künftig höhere Zuschüsse zu den Schulgeldern zahlen.

Einigung auf Pflegepakt für Niedersachsen, Pressemeldung des Sozialministeriums vom 7.11.2011

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In den Diskussionen über Pflegepolitik gehen die Bedürfnisse und Wünsche der Pflegebedürftigen oft unter. Die Frage, ob es noch besser ist in der eigenen Wohnung zu leben oder in ein Altenheim umzuziehen hat etwas mit Personalschlüsseln, Dynamisierung von Leistungen der Pflegeversicherung und Fachkraftquoten zu tun. Irgendwie.
Was drei Frauen in dieser Situation wichtig ist, die diese Entscheidung getroffen haben, beschreibt das Diakonie Magazin 1/2011 mit dem Titel: „Meine Entscheidung“. Auch gesellschaftliche Hintergründe kommen zur Sprache. Die Online-Ausgabe kann auch ausgedruckt oder herunter geladen werden.

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