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Posts Tagged ‘Arbeitsbedingungen’

„Entgegen verhandlungstaktischer Äußerungen der Verbände der ambulanten Pflegedienste ist die häusliche Krankenpflege (HKP) in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor gesichert. Die Krankenkassen (AOK Nord-
ost, IKK Nord, BKK Landesverband NORDWEST, Knappschaft, Landwirtschaftliche
Krankenkasse Mittel- und Ostdeutschland) befinden sich derzeit in laufenden Vergü-
tungsverhandlungen mit den Leistungserbringern … So setzen sich die Krankenkassen vor dem Hintergrund neuer ambulanter Wohnformen, wie Senioren-Wohngemeinschaften oder Mehr-Generationen-Häuser, und veränderter Anforderungen in der Pflege für eine leistungsgerechtere Vergütungsstruktur ein, die diese sich verändernden Rahmenbedingungen im HKP-Bereich berücksichtigt … Das Angebot der Krankenkassen enthält keineswegs wie behauptet lediglich bloße Absenkungen, sondern beinhaltet auch Steigerungen bei pflegeaufwändigeren Leistungen, wie z. B. beim Anlegen von Wundverbänden…
In der öffentlichen Darstellung wird jedoch bewusst mit Teilausschnitten argumentiert, um
die Patienten von den monetären Interessen der Leistungsanbieter abzulenken. Die Krankenkassen kritisieren dieses Vorgehen, dass Patienten und Angehörige unnötig verunsichert. Mit der Gefährdung der häuslichen Krankenpflege zu drohen und in Einzelfällen sogar den Eindruck zu erwecken, Leistungen nicht mehr erbringen zu können, widerspricht vertraglichen Verpflichtungen und dem vertragspartnerschaftlichen Umgang im laufenden Verhandlungsverfahren … Das vorliegende Angebot ermöglicht den
Pflegediensten eine auskömmliche Honorierung ihrer Leistungen sowie eine tarifge-
rechte Bezahlung ihrer Mitarbeiter.
Der stetig wachsende Pflegemarkt ist hart umkämpft. So gab es in Mecklenburg-
Vorpommern im Jahr 2009 431 Pflegedienste, heute sind es bereits 447 Anbieter.
Bisher hat kein Anbieter aufgrund zu geringer Vergütungssätze seinen Versor-
gungsvertrag zurück gegeben.“

Diese Pressemitteilung bezieht sich auf Veröffentlichungen der Pflegedienste: Ruinieren AOK & Co die ambulante Pflege (unsere Meldung vom 7.12.2011)

Krankenkassen setzen sich für leistungsgerechte Vergütung in der Häuslichen Krankenpflege ein, Pressemitteilung der Kassen vom 6.12.2011

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„Über 19 000 Unterschriften für die Pflegekammer, bis zu 3000 Pflegende aus ganz Bayern: Für mehr politische Mitsprache und bessere Rahmenbedingungen in der Pflege haben sich Pflegende aus der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege sowie der ambulanten Pflege am gestrigen Mittwoch in München eingesetzt: Bei der Demonstration unter dem Motto ‚Rettet die Pflege!‘, die am Münchner Odeonsplatz gestartet ist, forderten die Mitglieder der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge) und des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) bessere Rahmenbedingungen, eine menschenwürdige Pflege und eine eigene Stimme und Mitsprache bei politischen Entscheidungen.

„Ein beachtliches Signal“, Beitrag auf www.pflegekammer-jetzt.de

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Die die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer hat sich zur Zukunft der häuslichen Pflege geäußert:
„Die Pflegepolitik stehe vor neuen Herausforderungen. Zum einen werde die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahrzehnten deutlich ansteigen; vor allem die Zahl hochaltriger, dementer Menschen werde dramatisch zunehmen. Demgegenüber nehme das Potential an familiärer Unterstützung ab. Geburtenrückgang, zunehmende Entfernung junger Menschen vom Lebensort ihrer Eltern und zunehmende Erwerbsbeteiligung von Frauen führten dazu, dass immer mehr die Unterstützung außerhalb der Familie gefordert sei … Gemeinsames politisches Ziel sei es, dass Menschen dort alt und auch gepflegt werden könnten, wo sie gelebt hätten oder leben wollten. ‚Die Pflege der Zukunft ist Pflege im Quartier‘, so die Ministerin. Die Ressourcen der Familien, Nachbarschaften, des freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements müssten gestärkt und mit den professionellen Pflege- und Betreuungsstrukturen sinnvoll verknüpft werden. Das erfordere ein Gesamtkonzept, das Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gestalte, die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure bündele und die sozialräumlichen Hilfesysteme stärke. Vor allem den Kommunen komme hier eine zentrale Rolle zu …
Ebenfalls Handlungsbedarf bestehe beim drohenden Personalmangel in der Pflege. Der Pflegeberuf müsse attraktiver gestaltet werden, um eine ausreichende Zahl an qualifizierten Fachkräften dauerhaft sicherzustellen und mehr Nachwuchs für die Pflege zu gewinnen … Auch die beruflichen Rahmenbedingungen müssten verbessert werden. ‚Hierzu gehört eine angemessene und leistungsgerechte Bezahlung‘, so Malu Dreyer.“

Malu Dreyer: Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff dringend nötig, Pressemitteilung des Ministeriums vom 24.11.2011

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„In Pflegeberufen seien die Gehälter niedrig, ist zum Beispiel eine häufige Behauptung. Sie stimmt jedoch nicht … Sowohl während der Ausbildung als auch im späteren Berufsleben seien die Verdienstmöglichkeiten weitaus besser als allgemein angenommen. So liege die Vergütung im ersten Ausbildungsjahr in der Kranken- und Altenpflege bei 820 Euro. Zum Vergleich: In der Ausbildung zur Bürokauffrau würden über 100 Euro weniger bezahlt … Nach einer mehrjährigen Berufsphase sehen die Verdienstmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen ebenfalls nicht so schlecht aus. In der Kranken- und Altenpflege würden hier durchschnittlich 2.500 Euro Brutto bezahlt – ohne Zuschläge für Nacht- und Wochenenddienst -, während Fachkräfte im Büro, im Kfz-Gewerbe oder in Arztpraxen nur rund 2000 Euro verdienten … Die ‚Bilder‘, die über Pflegeberufe existieren, entsprächen auch in anderen Bereichen Klischees, die längst überholt seien. So werde zum Beispiel kaum wahrgenommen, dass Pflegeberufe mittlerweile durch den Einsatz verschiedener Technologien im Bereich der Dokumentation, der Heil- und Hilfsmittel und der Medizinprodukte eine zusätzliche, abwechslungsreiche Komponente aufweisen. ‚Die Pflege ist ein hochtechnisierter Berufszweig. Wer in der Pflege keine Affinität zum Technikeinsatz besitzt, ist dort verkehrt aufgehoben‘, heißt es im Abschlussbericht der Projektgruppe … Die Studierenden haben das Gefühl, dass das negative Image der Pflegeberufe noch fest verankert ist. Dies zeige sich auch, so ihre eigenen Erfahrungen, sowohl in den Arbeitsagenturen … als auch in den Informationen durch den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. Dies sei mit Blick auf den bestehenden Fachkräftemangel problematisch.“

Pflegeberufe sind besser als ihr Ruf, Pressemitteilung der FH-Münster vom 24.11.2011

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„‚Die gestern vorgestellten Eckpunkte zur Pflegereform sind enttäuschend, denn sie werden der Pflege keine nennenswerten Verbesserungen bringen,‘ so Andreas
Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR) … ‚Längst liegen
fundierte Ausarbeitungen zu einem neuen Begriff vor – es ist unverständlich und
untragbar, dass noch immer gezögert wird … Die geplanten Mehraufwendungen sind ein Tropfen auf den heißen Stein und werden die
bereits klaffenden Lücken nicht schließen! … Die Mitarbeiter in den Pflegeberufen können sich durch die Eckpunkte nur verschaukelt fühlen, denn zu den Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte finden sich nur drei nichtssagende Sätze‘, bemängelt Westerfellhaus.“

Enttäuschung über Eckpunktepapier – zu wenig für eine zukunftsfähige Pflege, Presseinformation des DPR vom 17.11.2011

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CDU Wahlkampfplakat - kaspl019
„Es müsse auch weiterhin in der alleinigen Kompetenz des Arztes liegen, unter seiner Aufsicht nachgeordnete Tätigkeiten oder auch Segmente ärztlicher Tätigkeiten zu delegieren. Grundsätzlich sei es zu begrüßen, wenn in Modellen erprobt werden solle, wie in diesem Sinne Delegation weiter ausgebaut werden könnte. Die weitere Qualifikation von Pflegeberufen in diesem Kontext sei ausdrücklich sinnvoll … ‚Ich frage mich auch, ob den Beteiligten die Motive entsprechender gesetzlicher Regelungen wirklich bewusst sind‘, so Reinhardt weiter. Die ursprüngliche Idee der Delegierbarkeit ärztlicher Leistungen habe man Ulla Schmidt zu ‚verdanken‘, die darin vor allem ein Mittel zur Kostendämpfung gesehen habe … ‚Ist mit den im Modellversuch vorgesehenen Maßnahmen die Grenze von der Delegation ärztlicher Leistungen zur Substitution nicht teilweise längst überschritten?‘ … Zweifellos handele es sich bei der Richtlinie um eine Aufweichung der Qualitätskriterien, die nicht ohne Grund an die Erbringung ärztlicher Tätigkeiten gestellt werden, machte der Hartmannbund-Vorsitzende klar. Als immerhin konsequent wertete er in diesem Zusammenhang die klare Vorgabe, dass die Pflegekräfte, die eigenverantwortlich und selbständig heilkundliche Aufgaben übernehmen, dafür auch die rechtliche Verantwortung übernehmen müssten. Fragwürdig bleibt für Reinhardt in diesem Zusammenhang allerdings, wie sich Versicherer zu diesem Thema verhalten werden … Vor diesem Hintergrund könne er vor allem den Vertragsärzten nur dazu raten, vorerst von einer Teilnahme an solchen Modellprojekten abzusehen.“

GBA überschreitet Grenze von Delegation zu Substitution. Reinhardt: Heilkunde muss allein ärztliche Aufgabe bleiben! Pressenmitteilung des Hartmannbundes vom 8.11.2011

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„Vor einem Jahr wurde 2011 als ‚Jahr der Pflege‘ ausgerufen, Pflegereformen versprochen. Es wurden Dialoge geführt und maßgebliche Verbesserungen in Aussicht gestellt. Versprechen, die bislang ins Leere laufen. ‚Der Koalitions-Kompromiss vom gestrigen Tage ist keine Lösung! Etwas mehr Geld für Demenzerkrankte, ein etwas höherer Beitrag und freiwillige Absicherung – das ist weniger als eine kurzfristige Notlösung, die weder die Situation der Pflegegbedürftigen noch die der Angehörigen ausreichend verbessern wird‘, äußert sich Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR) am Morgen nach der Verkündung … Der Pflegerat … fordert, endlich tragfähige Lösungen für heute und morgen zu erarbeiten. Mit dem Beschluss ist die Versorgung nicht gesichert, sondern in Gefahr. Außerdem dürfen brennende Themen wie Fachkräftemangel, Qualifizierung und Qualitätsverbesserungen in der Diskussion nicht ignoriert werden. Westerfellhaus weiter: ‚Wir brauchen jetzt die grundsätzliche Neustrukturierung der Pflegeversicherung durch einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, nicht kleinteilige Reparaturen!'“

Pflegereform? Deutliche Kritik des DPR an magerem
Koalitions-Kompromiss
, Presseerklärung des DPR vom 7.11.2011

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