Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Caritas’

Die Pflegenoten sind seit ihrer Einführung höchst umstritten. Alle Beteiligten wollen das System verbessern, um Pflegebedürftigen bei der Entscheidung über Pflegedienst oder Altenheim wirkliche Hilfe anzubieten. Hier aber endet die Einigkeit. Die Interessenvertretungen in den Entscheidungsgremien sind zerstritten und kaum handlungsfähig.
In Westfalen wird voran gegangen. Auf der Basis einer Initiative von Caritas und Diakonie wurde ein alternatives System der Qualitätsprüfung entwickelt. Die Tücke steckt im Detail, so dass nach vielen Monaten der Entwicklung jetzt der Startschuss gegeben werden kann, um dann im Jahr 2012 erste „Pflegenoten 2.0“ zu veröffentlichen. Das Katharinen-Haus der Cartias Münster in Winnekendonk beteiligt sich am „Ergebnisorientierten Qualitätsmodell Münster“ (EQ-MS). Für die MitarbeiterInnen bedeutet das Mehraufwand, da die Prüfungen für die normalen Pflegenoten weiter laufen.
Dem stelle man sich gern, erklärt Delk Bagusat, Vorstand des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer. Die Ergebnisse aus dem EQ-MS werden dann nicht als Noten veröffentlicht, sondern sie werden mit anderen verglichen, so dass unter- oder überdurchschnittliche Leistungen deutlich werden. Die Prüfungen vor Ort sind für März und September 2012 geplant.
Das NRW-Gesundheitsministerium sieht diese Arbeit mit wohlwollen.

Quelle: Katharinen-Haus lässt Pflegequalität prüfen, Artikel in der Rheinischen Post vom 15.11.2011

Mehr zum Thema
Münster: Veröffentlichung von Pflegenoten einstweilig gestoppt, Artikel auf http://www.pflegestufe.info vom 21.1.2010

Neustart für Pflegenoten, Artikel auf http://www.pflegestufe.info vom 18.6.2011

Advertisements

Read Full Post »

„‚Die Vorschläge zur Finanzierung der Pflegeversicherung sind lediglich ein ungenügender Kompromiss und reichen nicht aus‘, kritisiert Caritas-Präsident Peter Neher die Ergebnisse der Koalition vom gestrigen Sonntag. ‚Zentrale Fragen der Pflegereform sind damit nicht gelöst. So scheint die Umsetzung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes kein Thema gewesen zu sein, was angesichts der Dringlichkeit nicht nachvollziehbar ist.‘ … Wichtig sei auch die Bildung eines Kapitalstocks, um die Finanzierung der Pflegeversicherung nachhaltig zu sichern. Der Vorschlag der Koalition, einen sogenannten Pflege-Riester einzuführen, sei nicht umsetzbar für Menschen, die ein erhöhtes Risiko einer Pflegebedürftigkeit haben und von privaten Versicherungen abgelehnt oder nur zu hohen Beiträgen versichert werden.“

Vorschläge der Koalition sind ungenügender Kompromiss, Pressemitteilung der Caritas vom 7.11.2011

Read Full Post »

Der Chef der Caritas in Deutschland, Dr. Peter Neher hat auf einer Versammlung seines Verbands in Würzburg Forderungen für eine Reform der Pflegeversicherung formuliert:

„Der Deutsche Caritasverband hat … schon bei der Reform 2008 den Aufbau eines Kapitalstocks vorgeschlagen. Zudem fordern wir einen Risikostrukturausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung sowie die Steuerfinanzierung der Ausgaben für Kinder … Dringend erforderlich ist insbesondere die Umsetzung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes, so wie ihn eine Expertengruppe im Frühjahr 2009 vorgeschlagen hat. Dieser neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird dann nicht nur die körperlichen Beeinträchtigungen berücksichtigen sondern auch die geistigen Fähigkeiten von pflegebedürftigen Menschen. Dies ist angesichts der wachsenden Zahl der Demenzerkrankungen außerordentlich wichtig.
Viele Menschen möchten auch im Fall der Pflegebedürftigkeit in den eigenen vier Wänden bleiben. Dies wird nur möglich sein, wenn wir die Pflege durch einen Mix von Angehörigen und Nachbarn, durch ehrenamtlich Tätige und Fachkräfte der ambulanten Dienste sicherstellen.“

Statement Präsident Prälat Dr. Peter Neher acrobat-icon , auf der Pressekonferenz am 20. Oktober 2011 in Würzburg

Read Full Post »

Eine Pflegeassistentin arbeitet als Dauernachtwache in einem Altenheim der Caritas. Verwundert musste sie feststellen, dass sie für die gleiche Arbeit etwa 25 Prozent weniger Stundenlohn bekam als ihre fest angestellten Kolleginnen. Mit Unterstützung der Gewerkschaft ver.di klagte sie vor dem Arbeitsgericht und bekam jetzt auch in der zweiten Instanz vor dem Landesarbeitsgericht Hamm recht (Az.: 18 Sa 2049/10). Die Geahltsdifferenz müsste nachgezahlt werden, wurde entschieden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Revision ist möglich.

Kommentar:
Dieses Verfahren macht deutlich, dass in Pflege noch vieles im Argen liegt. Auch bei der Entlohnung.

„Urteil: Gleicher Lohn für Minijobber und Vollbeschäftigte“,
Meldung auf www.haeusliche-pflege.vincentz.net vom 3.8.2011

Read Full Post »

Die Caritas München fordert ein „umfassendes pflegepolitisches Konzept und eine ausreichende Finanzierung der sozialen Dienste der Wohlfahrtsverbände. ‚Im Bereich der Pflege alter Menschen weiß jeder, dass der Bedarf in Zukunft steigen wird und dennoch fehlt ein umfassendes pflegepolitisches Konzept‘, kritisierte Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger … Es fehle vor allem am politischen und rechtlichen Verständnis von Pflegebedürftigkeit, einer dem tatsächlichen Pflegebedarf angepassten Pflegeversicherung und an politischen Anstrengungen, die Pflegeberufe attraktiv zu machen. Zudem plädierte Lindenberger in Bezug auf die Qualitätssicherung in der Pflege für mehr Qualität für die Menschen und für weniger Bürokratie.“
Caritasverband fordert pflegepolitisches Konzept,Pressemitteilung vom 27.7.2011

Read Full Post »

„Die Caritas in der Diözese Münster belässt es nicht bei ihrer scharfen Kritik am Pflege-TÜV. Sie wird die Erkenntnisse aus der Wingenfeld -Studie, die heute an Gesundheitsminister Bahr in Berlin übergeben wurde, sofort testweise umsetzen. Im ersten Jahr sollen sich bereits 40 der 190 Altenheime beteiligen können. Die Caritas ist überzeugt, dass mit dem Ansatz des Bielefelder Pflegewissenschaftlers Wingenfeld die tatsächliche Qualität der Pflege gemessen werden kann, „während der bisherige Pflege-TÜV vor allem die Güte der Dokumentation prüft und dabei zu teilweise absurden Ergebnissen kommt“, erklärte Caritas-Referentin Anne Marx am Freitag in Münster.

Wesentliche Unterschiede des Ansatzes von Wingenfeld zum bisherigen System ist die Beobachtung, wie sich der Pflegezustand des Bewohners im Laufe der Zeit verändert, soweit er von den Mitarbeitern beeinflusst werden kann. Dabei werden alle Bewohner einer Einrichtung begutachtet und nicht nur wie derzeit einige wenige. Marx hofft, dass so eher eine Änderung des bisherigen Verfahrens zur Qualitätsprüfung erreichbar sein wird, wenn sich der Wingenfeld -Ansatz in einem breit angelegten Praxistest beweist.

Das ‚Ergebnisorientierte Qualitätsmodell Münster‘ ( EQ -MS) wird am 7. September mit einer Informationsveranstaltung starten. Danach können sich bis zum 1. Oktober alle Einrichtungen bewerben. Bis zu 40 werden in die erste Phase aufgenommen und zum Stichtag 1. Februar 2012 die Pflegesituation ihrer Bewohner bewerten. Geplant ist eine enge Kooperation mit dem Institut für Pflegewissenschaft in Bielefeld, dass die ersten Ergebnisse erarbeiten und im September 2012 vorlegen soll. Jeweils zum 1. September jeden Jahres sollen weitere Einrichtungen in das Modell einsteigen können, das auf einem Vergleich der einzelnen Heime untereinander basiert.“

Caritas Münster baut eigenen Pflege-TÜV auf, Pressemitteilung vom 17. Juni 2011
Bericht der Pflegewissenschaft zu Pflegenoten 2.0, unser Beitrag vom 17.6.2011

Read Full Post »

Die Caritas in NRW weist darauf hin, dass mehrere Hunderttausend Pflegekräfte in Deutschland bis 2030 fehlen werden. Diese Lücke mit ausländischen Mitarbeitern zu schließen kann nach Auffassung der Caritas in der Diözese Münster nur ein Teil der Lösung sein. „Die, die bei uns den Mangel beheben, fehlen wieder im eigenen Land“, erklärte Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann in Münster.
Notwendig sei deshalb auch, den Pflegeberuf für Schulabgänger in Deutschland attraktiver zu gestalten. Parallel müsste die Anerkennung ihrer Qualifikation für die schon hier lebenden Ausländer erleichtert werden.

Pflegeausbildung attraktiver machen vom 8.3.2011 auf http://www.caritas-nrw.de lesen

Read Full Post »

Older Posts »