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Posts Tagged ‘Christine Haderthauer’

Die Süddeutsche Zeitung berichtet von Überlegungen aus dem bayerischen Sozialministerium. Statt die Pflegeversicherung zukunftsfest zu machen und die Regel für die Ermittlung der Pflegebedürftigkeit völlig neu zu gestalten, solle etwas völlig neues kommen. In einem Bundesleistungsgesetz könnten die staatlichen Hilfen für Behinderten, Demenzkranke und schwerstpflegebedürftige Härtefälle zusammengefasst werden. Die Leistungen könnten aus Steuermitteln finanziert und einkommensabhängig gewährt werden. Demenzkranke müssten nach der schwere der Beeinträchtigung klassifiziert werden, um abgestufte Leistungen zu zahlen.
In der Pflegeversicherung wird zwar unabhängig vom Einkommen gezahlt, die festgesetzten Pauschalen decken aber häufig nicht die Pflegekosten.

Ein neues Gesetz bräuchte voraussichtlich auch eine eigene Behörde, ein eigenes, gerichtsfestes System für Begutachtungen und Beratungen und Widerspruchsbearbeitung.

CSU plant Konkurrenz-Pflegereform, Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 12.9.2011

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Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer greift Gesundheitsminister Bahr an, weil er eine Beitragserhöhung für die Pflegeversicherung in die Debatte eingebracht hat. „Das Erste, was ihm konkret einfällt, dass er mehr Geld ins System pumpen will“,dabei sei diese Regierung mit dem Ziel angetreten, die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Bahr solle jetzt erst einmal „Klarheit über die Leistungen schaffen, Fehler im System beseitigen, die viel unnötiges Geld kosten, und realistisch überlegen, was der Bürger sinnvollerweise selber versichern kann und was nicht“, statt den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen.

CSU zerpflückt Bahrs Pflegepläne, Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 24.8.2011

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Die WAZ berichtet von Bemühungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) gezielt in den Spanien, Portugal oder Griechenland Fachkräfte anzuwerben. Es werde geprüft, ob portugiesische Pflegekräfte oder griechische Mediziner den heimischen ­Arbeitsmarkt entlasten könnten.  Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer ist allerdings skeptisch. Premiumpakete aus Arbeitsplatz und Wohnung und Kinderbetreuung würden heimischen Arbeitnehmern seltenst gemacht. Sie warnt vor „Inländerdiskriminierung“.
Die WAZ schreibt, es werde damit gerechnet, dass in Deutschland im Pflegebereich 2025 rund 150.000 Fachkräfte fehlen könnten.

Kommt die Krankenschwester bald aus Portugal? Artikel in der WAZ vom 19.7.2011

Mangel und Mythos, unser Beitrag vom 15.7.2011

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In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat Bayern Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) einige Gedanken zur Zukunft der Pflege formuliert. Kein Berufsstand stehe so sehr unter Druck wie die Pflegekräfte – Pflege im Minutentakt, überbordende Bürokratie. Das Hauptproblem aber sei: Viele gehen in den Beruf, wenige bleiben. Hier seien vor allem die Heimträger gefragt, die ihre Angestellten anständig behandeln müssten. Das sei gut für die Pflegebedürftigen und damit auch gut für die wirtschaftlichen Perspektiven einer Einrichtung.
Fachkräfte aus dem Ausland zu holen, sei „zu kurz gesprungen“. Ausländische Fachkräfte würden auch in ihren Heimatländern gebraucht und dort oft auch nicht schlecht bezahlt. „Die, die noch zu uns kommen, erfüllen oft nicht unsere Standards – oder sie haben sprachliche Defizite.“ Arbeitslose für die Pflege zu verpflichten lehnt Haderthauer pauschal ab: Schlüge man vor „Arbeitslose ans Fließband zu stellen, um Autos zusammenzuschrauben, dann hätte Deutschland geschrien: ‚Hände weg von meinem Auto.‘ Aber ‚Hände weg von meiner Oma‘, das sagt leider niemand.“ So zu tun als ob jeder „Pflege“ könne, sei eine Herabwürdigung auch der Pflegebedürftigen.
Über die Finanzierung des demographischen Wandels wirbt die Sozialministerin „für ein Umlagesystem, in dem ein Teil des Pflegeversicherungsbeitrags für die Zukunft angespart wird. Heute sind die Babyboomer in Lohn und Brot. Das kommt der Pflegeversicherung zugute, da man von den Beiträgen kleine Beträge abzwacken kann, die dann zu einem Fonds anwachsen. Ich wäre aber strikt dagegen, den Arbeitgeberbeitrag einzufrieren.“
Wer Geld will, muss die Hosen runterlassen, Interview der Süddeutschen Zeitung mit Christine Haderthauer vom 15.5.2011


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