Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Eugen Brysch’

Zu den Koalitionsbeschlüssen erklärt Eugen Brysch (Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung):

„Schwerstkranke sind enttäuscht: Der Koalitionsbeschluss zur Anhebung des Beitrags für die Pflegeversicherung ist eine Farce. Jetzt rächt sich, dass die Bundesregierung nicht vorher die Inhalte der Pflegereform festgelegt hat. Weder ist die Frage geklärt, wie kostspielige Drehtüreffekte zwischen Pflege- und Krankenversicherung vermieden werden, noch wie verhindert werden kann, dass für schlechte Pflege gutes Geld bezahlt wird … Die Konzeptionslosigkeit der Bundesregierung wird an einer einfachen Rechnung deutlich: Mit genau 2,55 Euro pro Tag wollen die Koalitionäre die Versorgung der 1,2 Millionen dementiell erkrankten Menschen verbessern. Jetzt dem Pflegebeirat den Auftrag für die inhaltliche Gestaltung der Reform zu überlassen, ist nichts anderes als Flucht vor der Verantwortung. Die Sicherstellung von Lebensqualität für Pflegebedürftige kann kein Beirat leisten, sondern einzig und allein die gewählten Vertreter im Bundestag, die die Prioritäten einer zukunftssicheren Pflege in Deutschland festlegen müssen.“

Presseerklärung der Deutschen Hospiz Stiftung vom 7.11.2011

Advertisements

Read Full Post »

„Zur erneuten Verschiebung der Eckpunkte der Pflegereform durch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin:
‚Wie lange will Bundeskanzlerin Angela Merkel dem konzeptionslosen Treiben von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr noch zuschauen? Seit Jahren erwarten die Menschen in Deutschland, dass die Pflege zukunftsfähig wird. Stattdessen verschiebt sich die Vorstellung der Eckpunkte zur Pflegereform quartalsweise. Bundeskanzlerin Merkel ist aufgefordert, mit dem gleichen Engagement für die Pflege einzutreten, wie für die Rettung Griechenlands … Pflege gehört auf die Tagesordnung des nächsten Koalitionsausschusses. Der würdelosen Hinhaltetaktik muss ein Ende bereitet werden.“

Pressemitteilung der Deutschen Hospiz Stiftung vom 19.9.2011

Read Full Post »

Der Arbeitgeberverband Pflege hat eine Studie zur Bedeutung der privaten Anbieter in der Pflege vorgelegt. Eugen Brysch von der der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung hat den Bericht gelesen und erklärt dazu:    

„Mehr als 562.000 Menschen werden von privaten Anbietern gepflegt. Das sind über 40 Prozent aller professionellen ambulanten und stationären Pflegeleistungen. Ein Grund zur stolzen Leistungsschau? Aus Sicht der Pflegebedürftigen nicht. Denn nichts ist von der Hoffnung übrig geblieben, dass mit immer mehr privaten Anbietern auch die Qualitätsstandards steigen würden. Der Traum der Politik ist geplatzt, über mehr Wettbewerb bessere Pflege zu organisieren. Statt bedürfnisorientierter Vielfalt wird dem Betroffenen immer nur eine Einheitslösung angeboten. Doch Qualität in der Pflege muss sich am Ergebnis messen lassen. Es geht um das, was bei den Betroffenen ankommt. Die Realität hinter den Hochglanzbroschüren ist ernüchternd. Der vermeintliche Bonus privater gegenüber gemeinnütziger Anbieter erweist sich in der Praxis in vielen Punkten als Luftnummer: Schmerzbekämpfung – keine Vorbildfunktion. Weniger Wundgeschwüre bei den Gepflegten – Irrtum. Minderung unnötiger Fixierungen –  Fehlanzeige. Auch bei den privaten Anbietern wird mit schlechter Pflege gutes Geld verdient. Der in anderen Bereichen funktionierende Wettbewerb existiert in der Pflege nicht. Das Pflegeheim zu wechseln bringt nichts, denn es gibt kaum Unterschiede. Dank eines intransparenten und mangelhaften Pflege-TÜVs fehlen den Betroffenen verlässliche Kriterien, um die Qualität des Pflegeheims beurteilen zu können. Da ist die Politik gefragt, Wettbewerb und Transparenz zu schaffen. Solange gute und schlechte Pflege gleich bezahlt werden, wird sich die Qualität im System nicht verbessern. So gibt es für Heime und Pflegedienste keinerlei Anreize, bessere Leistungen anzubieten. Vor der Frage der Finanzierung steht die Frage der Qualität. Gute Pflege muss sich lohnen, dann profitieren auch die Patienten.“

Pressemitteilung der „Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung“ vom 17.8.2011

 

Read Full Post »

„Bevor über die Finanzierung einer Pflegereform diskutiert werden kann, müssen erst einmal die inhaltlichen Eckpunkte vorliegen“, fordert Eugen Brysch (Deutsche Hospiz Stiftung). „Wer den zweiten Schritt vor dem ersten macht, wird stolpern: Denn wir brauchen nicht mehr Geld für schlechte Pflege, sondern ein tragfähiges Konzept für die Zukunft. Dazu hat Bundesgesundheitsminister Bahr bisher nichts vorgelegt“, so Brysch weiter. „Der Streit um die Finanzierung … ist für die Betroffenen unerträglich. Entscheidend ist zunächst die Frage, was mit der Pflegereform erreicht werden soll, nicht wie die Finanzierung aussieht. Wir brauchen nicht mehr Geld im System, sondern wir müssen verhindern, dass mit schlechter Pflege gutes Geld verdient wird“, sagt Brysch. „In allen Krisen greift die Politik parteiübergreifend ein und rettet: die Banken, Griechenland oder den Euro. Bei der Krise der Pflege gibt es statt Konsens nur Streit ohne ein gemeinsames Ergebnis. Raus aus den Schlagzeilen, rein in die inhaltliche Debatte.“

Raus aus den Schlagzeilen, rein in die inhaltliche Debatte – Erst Ziele der Pflegereform festlegen, dann über Finanzierung reden, Pressemitteilung der Deutschen Hospizstiftung vom 27.7.2011

Read Full Post »