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Posts Tagged ‘Franz Wagner’

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ärztliche Aufgaben auf den Prüfstand stellt. Es wird Modellversuchen der Weg geebnet, damit Pflegefachpersonen bisher Ärzten vorbehaltene Tätigkeiten in der Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ I und II, Hypertonus, chronischen Wunden oder einer Demenzerkrankung übernehmen. Im Ausland habe sich gezeigt, dass die Versorgung sich in der Wahrnehmung der Patienten sogar verbessert, weil die Pflegespezialisten beispielsweise mehr und besser beraten. „Die Entscheidung des G-BA ist symbolisch ebenso wichtig wie in ihrer Bedeutung für die Modellversuche“, sagt Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK.
Der Berufsverband für Pflegeberufe freut sich auch darauf, dass mit den Diskussionen über die Neuverteilung von Aufgaben auch die Kompetenzen des Heilberufs Pflege in der Öffentlichkeit deutlicher werden können.

Modelle zur Übertragung ärztlicher Aufgaben
an Pflegefachpersonen möglich
, Pressemitteilung des DBfK vom 20.10.2011

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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt, dass sich die Bundesregierung bei einem Fachkräftegipfel mit dem gravierenden Fachkräftemangel in Deutschland befasst. Seit Jahren seien Warnungen von allen Verantwortlichen ignoriert worden. Auch heute noch werde das Problem meist nur quantitativ betrachtet. Nach dem Motto ‚zu wenig Pflegepersonal hier – zu viele Arbeitslose dort‘ versuche man ein Nullsummenspiel. Damit ist der Personalmangel nicht zu lösen. „Es reicht nicht aus, zu fordern, dass ältere Mitarbeiter/innen oder Langzeitarbeitslose oder Migranten als Zielgruppe identifiziert werden“, sagt Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK, „es müssen jetzt endlich Grundlagen dafür geschaffen werden, dass diese Menschen auch qualifiziert bzw. im Beruf gehalten werden können.“ Der Mangel wird auch nicht durch Anwerbung aus dem Ausland aufgefangen. Denn es gibt gerade bei den Gesundheitsfachpersonen einen weltweiten Mangel und Wettbewerb.

Der DBfK fordert von der Bundesregierung eine umfassende Initiative, für deutlich bessere Arbeitsbedingungen. So könnten qualifizierte Pflegefachpersonen, die den Beruf wegen der Rahmenbedingungen verlassen haben, zurückgewonnen werden. Der DBfK schlägt vor
– die Wochenarbeitszeit bei Lohnausgleich zu reduzieren.
– die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zu verbessern, indem zuverlässige Dienstplanung, aber auch Unterstützungs- und Beratungsangebote geboten werden.
– die Vergütung muss sich verbessern.
– die Ausbildung ist attraktiver zu machen. Dazu gehört eine rasche Reform der Ausbildung mit Zusammenführung der drei Pflegefachberufe zu einem Beruf, die Möglichkeit die Ausbildung auch an Hochschulen zu machen.

Der DBfK fordert, dass Arbeitgeber umdenken: Anerkennung der Leistung des Einzelnen und Wertschätzung der Qualifikation der Pflegefachpersonen fehlen in Deutschland am meisten. Dies kann keine Regierung verordnen.
DBfK fordert Maßnahmenpaket gegen Fachpersonalmangel in der Pflege, Pressemitteilung vom 22.06.2011

In diesem Blog gibt es mehr zum Personalmangel.


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„Mit großer Enttäuschung hat der Deutsche Pflegerat, Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens e.V. (DPR), die Eckpunkte der Bundestagsfraktion der Unionsparteien zur Kenntnis genommen. ‚Diese Eckpunkte beinhalten nichts Neues, im Gegenteil: beim Pflegebedürftigkeitsbegriff bleiben sie sogar hinter dem Koalitionsvertrag zurück“, sagt Franz Wagner, Vizepräsident des DPR. Da es sich hier um eine Position handelt, die noch mit dem Koalitionspartner FDP verhandelt werden muss, sei zu befürchten, dass wir wieder einmal statt der dringend erforderlichen Weiterentwicklung nur ‚Flickschusterei‘ erleben werden, so Wagner weiter. Der DPR hat bisher die Strategie des Bundesgesundheitsministers unterstützt, zu verschiedenen Aspekten der Pflegebedürftigkeit Gespräche mit Betroffenen und Experten zu führen. Die Positionierung der Union lässt nun befürchten, dass es gar keine gemeinsame Basis in der Regierungskoalition für eine Ausrichtung an den Bedürfnissen der Gesellschaft und den Anforderungen für eine zumindest mittelfristig tragfähige Reform gibt.
Der DPR begrüßt den Ansatz, eine unabhängige Prüfinstitution zu schaffen. Allerdings müsse gewährleistet sein, dass dies einher geht mit Bürokratieabbau und einer Koordinierung der verschiedenen Prüfinstitutionen.
Es ist sicher sinnvoll, die österreichische Lösung für illegale Pflegehilfen im Haushalt genau zu prüfen. Man kann zwar von den Erfolgen, muss aber gerade auch aus den Fehlern anderer lernen. Bislang bleibt das Papier aber auch hier nur vage, wie in unserem System, das sich in der Grundstruktur von dem österreichischem deutlich unterscheidet, eine Anknüpfung für den Vergleich stattfinden soll.
Völlig überraschend ist, dass in dem sonst eher vagen Papier das Thema ‚Verblisterung‚ ganz konkret aufgegriffen wird und diese verpflichtend eingeführt werden soll. Hier sieht der DPR noch erheblichen Diskussionsbedarf.
Der DPR erwartet nun zeitnah konkrete, zielführende Schritte zur Lösung der vielfältigen Probleme im System. Denn in der Zwischenzeit wächst die Personalnot bei Pflegefachpersonen weiter. Der Zoll prüft überbordend, ob Mindestlohn bezahlt wird. Tausende Frauen aus Osteuropa arbeiten illegal und werden nicht vor Ausbeutung geschützt.“

Union zu zaghaft bei Reform der Pflegeversicherung, Pressemitteilung des DPR vom 29.4.2011 (pdf-Datei)


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