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Posts Tagged ‘Image Altenpflege’

„Bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung lassen sich die Menschen eher vom eigenen Eindruck vor Ort als von Transparenzberichten [Pflegenoten] leiten; und auch die Fähigkeiten des Pflegepersonals sind ihnen wichtiger als die Qualitätsindikatoren, die der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) für seine Beurteilungen (‚Pflege-TÜV‘) zu Grunde legt. Das sind wesentliche Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Prof. Dr. Max Geraedts … unter rund 1.800 Menschen in Deutschland“ durchgeführt hat.
„Viel wichtiger als die pflegefachlichen Kriterien“ in den Berichten des MDK, die mit den Pflegenoten veröffentlicht werden, „sind den Menschen in unserer Umfrage die Pflegekräfte. Ob es genügend sind, ob sie freundlich und zugewendet sind, welche Ausbildung sie haben, ob sie respektvoll mit den Bewohnern umgehen, wie viel Zeit sie haben – das alles spielt eine viel größere Rolle bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung“, ergänzt Geraedts. „Auch Kriterien wie der erste Eindruck einer Einrichtung, die ärztliche Versorgung und die Qualität von Speisen und Getränken landen unter den Top-Ten der Auswahlkriterien. Weniger wichtig war den Menschen die Lage der Einrichtung und die Ausstattung der Zimmer, aber auch spezielle pflegerelevante Ergebnisse bekommen noch nicht die Bedeutung, die Experten diesen Auswahlkriterien zuweisen.“

Menschen wählen Pflegeeinrichtung nach der Qualität des Personals und nicht nach den Kriterien des MDK, Pressemitteilung der Uni Witten/Herdecke vom

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Die Krankenkassen AOK, IKK und BKK in Mecklenburg-Vorpommern wollen, die Vergütungssätze in der ambulanten Pflege um bis zu 23 Prozent kürzen. Gleichzeitig werden auch die Zeiten, die für einzelne Verrichtungen anerkannt werden, zusammen gestrichen. „Es ist ein Skandal, wenn uns bei steigenden Löhnen und Lebenshaltungskosten ernsthaft eine Absenkung der jetzigen Preise angeboten wird. Gleichzeitig sollen die bisherigen, seit Jahren bewährten Zeitansätze für die Leistungserbringung in der häuslichen Krankenpflege zu Lasten der Patienten und Mitarbeiter abgesenkt werden“, erklärt Helmut Schapper, Vorsitzender des Liga Fachausschusses Ambulante Pflege. Es geht nicht um Luxus, sondern um medizinisch notwendige Leistungen wie Medikamentengaben, Insulininjektionen oder Verbandswechsel die von Pflegediensten im ärztlichen Auftrag durchgeführt werden. Eine pflegefachliche Begründung für die Kürzungen kann Schapper nicht erkennen.

„Beispielhaft erhält ein Pflegedienst für einen Einsatz, bei dem er eine Insulininjektion bzw. eine Medikamentengabe durchführt, durchschnittlich 6,09 Euro. Gefordert wurde in den Verhandlungen nun ein durchschnittlicher leistungsgerechter Preis von 7,38 Euro. Hierfür hat ein Pflegedienst einschließlich An- und Abfahrt rund 15 Minuten zur Verfügung. Zukünftig soll diese Leistung in rund 10 Minuten zu einem angebotenen durchschnittlichen Preis von 4,20 Euro erbracht werden.“ Es bleibt auch unklar, warum die Vergütungen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich von denen in anderen Bundesländern abweichen sollten.

Seit Januar 2009 verhandeln die Vertreter der ambulanten Pflegedienste mit der AOK Nordost, der IKK Nord und dem BKK Landesverband Nordwest, um eine einheitliche Vergütungsstruktur zu vereinbaren. Die Verhandlungen wurden durch die Krankenkassen immer wieder verzögert. So werden Ausgaben bei den Kassen vermieden, da sie nur die vor Jahren vereinbarten Vergütungen zahlen.

Nicht nur im Nord-Osten gibt es solche Probleme. Im August wurde über die Berliner Verhandlungen zu den Vergütungsvereinbarungen berichtet. Das letzte Angebot der AOK Nordost für Berlin hielt noch nicht einmal das Niveau von 2007, sondern senkte es in zentralen Bereichen weiter ab.

Pflegedienste in Mecklenburg-Vorpommern befürchten ambulanten Versorgungsnotstand, Meldung auf www.kirche-mv.de vom 7.12.2011
Die Kaasen haben auf diese Vorwürfe mit einer eigenen Pressemitteilung reagiert: AOK & Co bieten auch Steigerungen an

Ambulante Pflege: Demo in Berlin, unsere Meldung auf vom 30.8.2011

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„Entgegen verhandlungstaktischer Äußerungen der Verbände der ambulanten Pflegedienste ist die häusliche Krankenpflege (HKP) in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor gesichert. Die Krankenkassen (AOK Nord-
ost, IKK Nord, BKK Landesverband NORDWEST, Knappschaft, Landwirtschaftliche
Krankenkasse Mittel- und Ostdeutschland) befinden sich derzeit in laufenden Vergü-
tungsverhandlungen mit den Leistungserbringern … So setzen sich die Krankenkassen vor dem Hintergrund neuer ambulanter Wohnformen, wie Senioren-Wohngemeinschaften oder Mehr-Generationen-Häuser, und veränderter Anforderungen in der Pflege für eine leistungsgerechtere Vergütungsstruktur ein, die diese sich verändernden Rahmenbedingungen im HKP-Bereich berücksichtigt … Das Angebot der Krankenkassen enthält keineswegs wie behauptet lediglich bloße Absenkungen, sondern beinhaltet auch Steigerungen bei pflegeaufwändigeren Leistungen, wie z. B. beim Anlegen von Wundverbänden…
In der öffentlichen Darstellung wird jedoch bewusst mit Teilausschnitten argumentiert, um
die Patienten von den monetären Interessen der Leistungsanbieter abzulenken. Die Krankenkassen kritisieren dieses Vorgehen, dass Patienten und Angehörige unnötig verunsichert. Mit der Gefährdung der häuslichen Krankenpflege zu drohen und in Einzelfällen sogar den Eindruck zu erwecken, Leistungen nicht mehr erbringen zu können, widerspricht vertraglichen Verpflichtungen und dem vertragspartnerschaftlichen Umgang im laufenden Verhandlungsverfahren … Das vorliegende Angebot ermöglicht den
Pflegediensten eine auskömmliche Honorierung ihrer Leistungen sowie eine tarifge-
rechte Bezahlung ihrer Mitarbeiter.
Der stetig wachsende Pflegemarkt ist hart umkämpft. So gab es in Mecklenburg-
Vorpommern im Jahr 2009 431 Pflegedienste, heute sind es bereits 447 Anbieter.
Bisher hat kein Anbieter aufgrund zu geringer Vergütungssätze seinen Versor-
gungsvertrag zurück gegeben.“

Diese Pressemitteilung bezieht sich auf Veröffentlichungen der Pflegedienste: Ruinieren AOK & Co die ambulante Pflege (unsere Meldung vom 7.12.2011)

Krankenkassen setzen sich für leistungsgerechte Vergütung in der Häuslichen Krankenpflege ein, Pressemitteilung der Kassen vom 6.12.2011

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„Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden wohl in keiner anderen Branche zu so gewaltigen Veränderungen führen, wie in der Gesundheits- bzw. Pflegebranche.
Unter dem Motto
Der Pflege gehen die Profis aus – Gute Pflege braucht Experten
haben deshalb die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Verbände der privaten Anbieter eine neue Aktion zur Fachkräftegewinnung in Rheinland-Pfalz gestartet.
Ab Oktober 2011 sind wir mit ‚Pflege on Tour‘ in den weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz unterwegs, um die Jugendlichen der Abschlussjahrgänge vor Ort über die Chancen und Herausforderungen der Pflegeberufe zu informieren. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Stationen finden Sie unter dem Menuepunkt ‚Pflege on Tour‘.“
Darüber hinaus bietet die Internetseite zur Kampagne „viele weitere allgemeine Hinweise und Tipps zur Ausbildung in der Altenpflege, die Kontaktdaten solcher Pflegeeinrichtungen, die Praktika und Ausbildungsplätze anbieten, die Adressliste der Altenpflegeschulen in Rheinland-Pfalz sowie weitere Informationen und Links zum Thema Ausbildung und Qualifizierung in der Altenhilfe.“

zur Internetseite der Kampagne: www.pflegesignal.de

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„Rolf Höfert, Ratsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR), erläuterte die Vorteile einer Pflegekammer und ließ keinen Zweifel an Notwendig- und Dringlichkeit … ‚Pflege ist bisher nur partikulär an den Entscheidungs- und Umbauprozessen beteiligt und zu viele andere entscheiden die Pflegebelange. Das ist nicht haltbar. Die Pflege muss eine Instanz haben, eine Vertretung, die auf Augenhöhe an allen relevanten Entscheidungen beteiligt wird‘, so Höfert unmissverständlich. Die Ziele der Pflegekammer seien der Schutz der Bevölkerung vor einer qualitativen Pleite, darüber hinaus die Sicherheit der Berufsinhaber, außerdem das kooperative Miteinander aller verantwortlicher und aktiver Akteure im Gesundheitswesen, wie es aus dem Sachverständigengutachten aus 2007 bereits hervorgehe.“

Plädoyer für die Pflegekammer, Presseinformation des DPR vom 30.11.2011

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„Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) ist für ihre Demenzkampagne mit dem Politikaward 2011 ausgezeichnet worden.
Wenn Schlagerstar Roberto Blanco und die Thrash Metal Band Sodom, Zum goldenen Hirschen Köln, die Film-Produktionsfirma Bayerl & Partner und die PR-Agentur ZPR pro bono, ohne dafür auch nur einen Cent zu bekommen, einen Spot drehen, um auf das Schicksal von Menschen aufmerksam zu machen, die an Alzheimer leiden, dann ist das nicht nur eine tolle Aktion. Es ist auch die beste Kampagne einer gesellschaftlichen Organisation 2011. Dies hat jedenfalls die Jury des Politikaward am 28.11.2011 entschieden…
Der Spot ist auf der Homepage der Deutschen Alzheimer Gesellschaft unter www.deutsche-alzheimer.de

Demenzkampagne der Deutschen Alzheimer Gesellschaft mit dem Politikaward 2011 ausgezeichnet, Pressemitteilung der DAlzG vom 29.11.2011

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„In Pflegeberufen seien die Gehälter niedrig, ist zum Beispiel eine häufige Behauptung. Sie stimmt jedoch nicht … Sowohl während der Ausbildung als auch im späteren Berufsleben seien die Verdienstmöglichkeiten weitaus besser als allgemein angenommen. So liege die Vergütung im ersten Ausbildungsjahr in der Kranken- und Altenpflege bei 820 Euro. Zum Vergleich: In der Ausbildung zur Bürokauffrau würden über 100 Euro weniger bezahlt … Nach einer mehrjährigen Berufsphase sehen die Verdienstmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen ebenfalls nicht so schlecht aus. In der Kranken- und Altenpflege würden hier durchschnittlich 2.500 Euro Brutto bezahlt – ohne Zuschläge für Nacht- und Wochenenddienst -, während Fachkräfte im Büro, im Kfz-Gewerbe oder in Arztpraxen nur rund 2000 Euro verdienten … Die ‚Bilder‘, die über Pflegeberufe existieren, entsprächen auch in anderen Bereichen Klischees, die längst überholt seien. So werde zum Beispiel kaum wahrgenommen, dass Pflegeberufe mittlerweile durch den Einsatz verschiedener Technologien im Bereich der Dokumentation, der Heil- und Hilfsmittel und der Medizinprodukte eine zusätzliche, abwechslungsreiche Komponente aufweisen. ‚Die Pflege ist ein hochtechnisierter Berufszweig. Wer in der Pflege keine Affinität zum Technikeinsatz besitzt, ist dort verkehrt aufgehoben‘, heißt es im Abschlussbericht der Projektgruppe … Die Studierenden haben das Gefühl, dass das negative Image der Pflegeberufe noch fest verankert ist. Dies zeige sich auch, so ihre eigenen Erfahrungen, sowohl in den Arbeitsagenturen … als auch in den Informationen durch den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. Dies sei mit Blick auf den bestehenden Fachkräftemangel problematisch.“

Pflegeberufe sind besser als ihr Ruf, Pressemitteilung der FH-Münster vom 24.11.2011

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