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Posts Tagged ‘Klaus Wingenfeld’

Die Pflegenoten sind seit ihrer Einführung höchst umstritten. Alle Beteiligten wollen das System verbessern, um Pflegebedürftigen bei der Entscheidung über Pflegedienst oder Altenheim wirkliche Hilfe anzubieten. Hier aber endet die Einigkeit. Die Interessenvertretungen in den Entscheidungsgremien sind zerstritten und kaum handlungsfähig.
In Westfalen wird voran gegangen. Auf der Basis einer Initiative von Caritas und Diakonie wurde ein alternatives System der Qualitätsprüfung entwickelt. Die Tücke steckt im Detail, so dass nach vielen Monaten der Entwicklung jetzt der Startschuss gegeben werden kann, um dann im Jahr 2012 erste „Pflegenoten 2.0“ zu veröffentlichen. Das Katharinen-Haus der Cartias Münster in Winnekendonk beteiligt sich am „Ergebnisorientierten Qualitätsmodell Münster“ (EQ-MS). Für die MitarbeiterInnen bedeutet das Mehraufwand, da die Prüfungen für die normalen Pflegenoten weiter laufen.
Dem stelle man sich gern, erklärt Delk Bagusat, Vorstand des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer. Die Ergebnisse aus dem EQ-MS werden dann nicht als Noten veröffentlicht, sondern sie werden mit anderen verglichen, so dass unter- oder überdurchschnittliche Leistungen deutlich werden. Die Prüfungen vor Ort sind für März und September 2012 geplant.
Das NRW-Gesundheitsministerium sieht diese Arbeit mit wohlwollen.

Quelle: Katharinen-Haus lässt Pflegequalität prüfen, Artikel in der Rheinischen Post vom 15.11.2011

Mehr zum Thema
Münster: Veröffentlichung von Pflegenoten einstweilig gestoppt, Artikel auf http://www.pflegestufe.info vom 21.1.2010

Neustart für Pflegenoten, Artikel auf http://www.pflegestufe.info vom 18.6.2011

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„Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK) begrüßt, dass Bundesgesundheitsministerium und Bundesfamilienministerium nach geraumer Verzögerung den Abschlussbericht des Forschungsprojektes zur „Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Pflegequalität in der stationären Altenhilfe“ veröffentlicht haben. ‚Mit dieser neuen und pflegewissenschaftlich abgesicherten Herangehensweise zur Bewertung von Pflegequalität wird der Fokus auf das messbare Pflegeergebnis gelenkt. So kann anstatt der Dokumentationsqualität die tatsächliche Versorgungsqualität erfasst werden!‘ sagt DBfK-Referentin Claudia Pohl.“ Die Pflegenoten würden so auf eine solide Datenbasis gestellt und könnten eine ehrliche Hilfe bei der Entscheidung für ein Pflegeheim werden. Damit wäre auch gewährleistet, dass die Pflegenoten der Arbeit zur internen Qualitätssicherung richtige Impulse gibt.
Der DBfK setzt sich dafür ein, zügig den „“ zu entwickeln, der die „indikatorengestützte Qualitätsberichterstattung“ vorantreibt. „Das alte und verfehlte System der Pflegetransparenzvereinbarungen weiter umzuarbeiten würde nach Auffassung des DBfK unnötig Ressourcen vergeuden.“

Im Mittelpunkt der Arbeit „von Dr. Wingenfeld (Universität Bielefeld) und Dr. Engels (ISG Köln) stehen gesundheitsbezogene Indikatoren und Indikatoren zur Erfassung von Aspekten der Lebensqualität in stationären Pflegeeinrichtungen. Die Bewertung erfolgt über den Vergleich des Einrichtungsergebnisses mit dem Durchschnitt aller Einrichtungen, da Maßstäbe zur Abgrenzung von ‚guter‘ und ’schlechter‘ Pflege nicht existieren. Dieser Benchmark ermöglicht es auch, Qualität in den Kontext der Rahmenbedingungen, den Politik und Kassen zu verantworten haben, zu stellen und damit transparent zu machen“

DBfK: Gute Pflege kann endlich sichtbar gemacht werden! Pressemeldung vom 20.06.2011

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Die Pflegenoten werden seit ihrer Einführung von vielen Seiten kritisiert. Ein alternatives System um Pflegenoten zu ermitteln wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums unter Leitung von Professor Klaus Wingenfeld entwickelt. Jetzt haben die Auftraggeber den Abschlussbericht „zur ‚Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe‘ … veröffentlicht. Der Bericht liefert fundierte und in der Praxis erprobte Erkenntnisse, wie die Ergebnis- und Lebensqualität in Pflegeeinrichtungen zuverlässig gemessen und beurteilt werden kann. Dazu sagte der Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit Thomas Ilka: ‚Gute Pflege ist ein Anspruch ohne Wenn und Aber … Besonders wichtig ist es, die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner von Heimen den Blick zu nehmen. Die Ergebnisse des Berichts lassen sich jedoch auf das heutige System nur schrittweise übertragen und benötigen weitere sorgfältige Vorbereitungen. Umso wichtiger ist es, dass Pflegekassen und Einrichtungsträger die Weiterentwicklung der Transparenzvereinbarungen vorantreiben.‘ …
Ziel des Projekts war es, Methoden und Instrumente zu entwickeln, mit denen die Qualität der Pflege in stationären Einrichtungen abgebildet und gemessen werden kann … Die Ergebnisse spielen für die Weiterentwicklung des internen Qualitätsmanagements aber auch für die externen Qualitätsprüfungen und den Vergleich der stationären Pflegeeinrichtungen eine wichtige Rolle. Jetzt liegt ein Indikatorensystem vor, das verlässliche Aussagen zur Ergebnisqualität der Versorgung in vollstationären Pflegeeinrichtungen ermöglicht. In einer zehnmonatigen Testphase wurden die Indikatoren und Instrumente in 46 teilnehmenden Pflegeeinrichtungen erprobt.“

Bundesgesundheitsministerium und Bundesfamilienministerium wollen Qualität in der Pflege steigern. Abschlussbericht zur „Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe“ veröffentlicht, Pressemitteilung des Ministeriums vom 17. Juni 2011 (Dort kann auch der ganze Bericht (gut 300 Seiten) herunter geladen werden

Hoffnung auf besseren »Pflege-TÜV«, Bericht des Nachrichtendienstes epd-sozial vom 24.6.2011

Pflege TÜV á la Caritas, unser Beitrag vom 17.6.2011

Unser Beitrag Pflegenoten 2.0 vom 4.3.2011, zu dieser wissenschaftlichen Arbeit.

Mehr zum Thema Pflegenoten in diesem Blog.


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„Die Caritas in der Diözese Münster belässt es nicht bei ihrer scharfen Kritik am Pflege-TÜV. Sie wird die Erkenntnisse aus der Wingenfeld -Studie, die heute an Gesundheitsminister Bahr in Berlin übergeben wurde, sofort testweise umsetzen. Im ersten Jahr sollen sich bereits 40 der 190 Altenheime beteiligen können. Die Caritas ist überzeugt, dass mit dem Ansatz des Bielefelder Pflegewissenschaftlers Wingenfeld die tatsächliche Qualität der Pflege gemessen werden kann, „während der bisherige Pflege-TÜV vor allem die Güte der Dokumentation prüft und dabei zu teilweise absurden Ergebnissen kommt“, erklärte Caritas-Referentin Anne Marx am Freitag in Münster.

Wesentliche Unterschiede des Ansatzes von Wingenfeld zum bisherigen System ist die Beobachtung, wie sich der Pflegezustand des Bewohners im Laufe der Zeit verändert, soweit er von den Mitarbeitern beeinflusst werden kann. Dabei werden alle Bewohner einer Einrichtung begutachtet und nicht nur wie derzeit einige wenige. Marx hofft, dass so eher eine Änderung des bisherigen Verfahrens zur Qualitätsprüfung erreichbar sein wird, wenn sich der Wingenfeld -Ansatz in einem breit angelegten Praxistest beweist.

Das ‚Ergebnisorientierte Qualitätsmodell Münster‘ ( EQ -MS) wird am 7. September mit einer Informationsveranstaltung starten. Danach können sich bis zum 1. Oktober alle Einrichtungen bewerben. Bis zu 40 werden in die erste Phase aufgenommen und zum Stichtag 1. Februar 2012 die Pflegesituation ihrer Bewohner bewerten. Geplant ist eine enge Kooperation mit dem Institut für Pflegewissenschaft in Bielefeld, dass die ersten Ergebnisse erarbeiten und im September 2012 vorlegen soll. Jeweils zum 1. September jeden Jahres sollen weitere Einrichtungen in das Modell einsteigen können, das auf einem Vergleich der einzelnen Heime untereinander basiert.“

Caritas Münster baut eigenen Pflege-TÜV auf, Pressemitteilung vom 17. Juni 2011
Bericht der Pflegewissenschaft zu Pflegenoten 2.0, unser Beitrag vom 17.6.2011

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„Seit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetztes im Jahr 2008 haben die Medizinischen Dienste rund 30.000 Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Auf dieser Grundlage gilt es, das Instrument ‚Qualitätsprüfung‘ weiter zu entwickeln. Impulse erwarten wir zum einen von den Ergebnissen des von Gesundheits- und Seniorenministerium geförderten Projekts ‚Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe‘ … Aber: ‚Ergebnisindikatoren auf der Basis von Selbsterhebungen der Einrichtungen können auch in Zukunft die MDK-Prüfung nicht ersetzen“, betonte Dr. Peter Pick, Chef des Medizinischen Dienstes Bund (MDS).
„Darüber hinaus wird eine Weiterentwicklung der MDK-Prüfungen die aktuelle pflegewissenschaftliche Diskussion – etwa über freiheitsentziehende Maßnahmen oder den Umgang mit herausforderndem Verhalten – einbeziehen. Und drittens wird die Erfassung der Lebensqualität von Pflegebedürftigen künftig eine wichtigere Rolle spielen. Insbesondere für Menschen mit Demenz fehlt es bisher an geeigneten Erhebungsinstrumenten. Der MDS hat in einem gemeinsamen Projekt mit dem Institut für Gerontologie an der Universität Heidelberg ein Instrument entwickelt, das geeignet ist, diese Lücke zu schließen.
‚Internationale Erfahrungen zeigen, dass nur eine sinnvolle Verknüpfung von interner und externer Qualitätssicherung erfolgreich sein kann‘, so Jürgen Brüggemann, Fachgebietsleiter ‚Qualitätsmanagement‘ beim MDS … Sinnvoll sei es, die Versorgungsqualität noch stärker in den Mittelpunkt der Qualitätsbewertungen zu stellen. Bei einem neu gestuften Prüfablauf müsse dann nicht immer das ganze Prüfpaket abgearbeitet werden. Denkbar sei, ggf. auf einen Teil der Prüfung von Prozessen und Qualitätsmanagement zu verzichten, wenn in der Versorgungsqualität keine Probleme festgestellt werden. Bei Defiziten in der Versorgungsqualität brauche man aber tiefer gehende Informationen über die Organisation der Einrichtungen, um Impulse für Qualitätsverbesserungen geben zu können. „Deshalb kann man auch in Zukunft bei der MDK-Prüfung nicht auf die Erhebung von Merkmalen der Prozess- und Strukturqualität verzichten“, sagte Brüggemann.‘
Hintergrund:
… Rund 23.000 Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen haben die Medizinischen Dienste … durchgeführt, für ca. 19.000 Pflegeheime und ambulante Pflegedienste können Verbraucher die Ergebnisse auf den Internetseiten der Pflegekassen abfragen.“

Offen bleibt in dieser Pressemitteilung, wie es gelingen könnte die Ideen des MDS rechtsverbindlich werden zu lassen. Bei der Einführung der Pflegenoten hatten die Akteure der Selbstverwaltung mehrere Deadlines gebrochen. Das Ergebnis entsprach weniger dem Interesse der Pflegebedürftigen, sondern eher dem kleinsten gemeinsamen Nenner von Kassen und Trägern.
Georg Paaßen

Mehr lesen …

H.I.L.DE. – Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität Demenzkranker, Internetseite zum Forschungsprojekt
Andere Pflegenoten
, unser Beitrag vom 4.3.2011
Pflegenoten neu und tragfähig, unser Beitrag vom 12.5.2011

MDS: Weichen für mittelfristige Weiterentwicklung der MDK-Qualitätsprüfungen jetzt stellen, Pressemitteilung des MDS vom 19.5.2011


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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflegefordert: Darstellung der Qualität von Pflegeeinrichtungen auf neue tragfähige Füße zu stellen und „setzt sich dafür ein, das jetzige System der Pflegenoten zu ersetzen. Eine zukünftige Qualitätstransparenz müsse auf der Grundlage von Aspekten der Ergebnis- und Lebensqualität hergestellt werden, hieß es in einer Mitteilung der BAGFW vom 12. Mai. Dem bisherigen System der Pflegenoten war vielfach vorgehalten worden, lediglich die Qualität von Konzeption und Dokumentation abzubilden. Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL, begrüßte den Vorstoß.“
BAGFW fordert: Darstellung der Qualität von Pflegeeinrichtungen auf neue tragfähige Füße zu stellen, Pressemitteilung der Diakonie R/WL vom 12.5.2011
Eckpunkte einer zukünftigen Qualitätsberichterstattung acrobat-icon der BAGFW vom 12.5.2011


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Pflegepraktiker begrüßen auf einer Veranstaltung des Fachverbandes für Altenarbeit der Diakonie RWL in Münster ein neues Konzept für Qualität und Transparenz in der Pflege.
„Das neue Modell für Qualität und Transparenz in der Pflege eignet sich besser als alles bislang Dagewesene für die Bewertung von Pflegeleistungen. Es kommt der berechtigten Forderung der Verbraucher nach verlässlicher Information entgegen“, so Ulrich Christofczik, Geschäftsbereichsleiter für Pflege, Alten- und Behindertenarbeit in der Diakonie RWL zu den Ergebnissen einer neuen Studie zu Qualität in der Pflege. Dr. Klaus Wingenfeld, Pflegewissenschaftler an der Universität Bielefeld und einer der Autoren der Studie, erläuterte die neuen Instrumente, mit denen Qualität von Pflege in Altenheimen seriös erhoben und verbessert werden kann. Anders als die bisherigen Pflegenoten, die sich überwiegend auf Aspekte der Prozessqualität beziehen wie Pflegedokumentation und Konzepte, geht es bei dem neuen Ansatz wirklich um die Ergebnisse von Pflege, also die Wirkungen auf Wohlbefinden, Gesundheit und Selbstständigkeit der Bewohner. „Pflegeexperten vermuten, dass dieses Konzept das bisherige System der Pflegenoten ersetzen könnte.“

Perspektiven der Beurteilung von Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe
Präsentation von Dr. Klaus Wingenfeld auf der Tagung des Evangelischen Verbands für Altenarbeit in den Diakonischen Werken Rheinland, Westfalen und Lippe (EVA-RWL) am 4. März 2011 in Münster
Alternative zum System der „Pflegenoten“
Pressemitteilung vom 4.3.2011

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