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Posts Tagged ‘Krankenhaus’

Die Ärzte Zeitung berichtet von neuen Weiterbildungen, die den Pflegenotstand lindern sollen. Rettungsassistenten mit zwei jähriger Berufserfahrung soll ein vier monatiger Kurs angeboten werden. Anschließend könnten sie in intensiv-medizinischen Bereichen oder in Notaufnahmen von Krankenhäusern beschäftigt werden.
Den praktischen Teil der Weiterbildung könnten künftige „Pflegeassistenten für Funktionsbereiche“ in Hospitälern absolvieren. Im Konzept sei vorgesehen, die Inhalte einer solchen Weiterbildung an die Anforderungen einer Klinik beziehungsweise die Erfordernisse der Stationen, für die die Teilnehmer arbeiten sollten, anzupassen. Im Gegenzug zu einer zweijährigen Bindung an die Klinik sollten die künftigen Arbeitgeber die Weiterbildungskosten übernehmen.
In München wurde ein solches Pilotprojekt am Deutschen Herzzentrum bereits durchgeführt. Im Mai sei ein entsprechender Kurs, in Zusammenarbeit mit der Uniklinik, gestartet.

Unklar bleibt, wie die Alltagsarbeit umorganisiert werden müsste, um Raum für dieses neue Assistenz Berufsbild zu schaffen und die Verantwortung für die professionelle Durchführung pflegerischer Maßnahmen zu regeln.

Rettungsassistenten gehen als Pflegekräfte in die Klinik, Artikel in der Ärzte Zeitung vom 22.8.2011

Wie gelingt es in Norwegen Menschen zu helfen, die mit Demenz ins Krankenhaus kommen? Was bedeutet das für die Personalausstattung in Deutschland? Einladung zu einer Studienreise (2017).

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„Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert … endlich für gute und attraktive Arbeitsbedingungen zu sorgen … ‚Die Gesundheitsberichte der großen Kassen, heute z.B. der KKH Allianz, zeigen seit Jahren die überproportional steigenden Krankenstände in den Pflegeberufen. Und anstatt aktiv gegen Überlastung, krankmachende Arbeitsbedingungen und gesetzwidrige Arbeitszeiten vorzugehen, ruft man jetzt nach KollegInnen aus dem Ausland. Pflegefachkräfte aus Portugal oder Bulgarien sollen die Lücken füllen“, so die DBfK-Referentin Johanna Knüppel. „Dafür sei man auch bereit, Geld in die Hand zu nehmen, um Anreize zu schaffen und Sprachkurse zu ermöglichen. Gleichzeitig flüchteten hierzulande immer mehr Pflegefachpersonen in die Teilzeit, in Weiterbildungsstudiengänge, in andere Branchen oder ins benachbarte Ausland. Das deutsche Gesundheitswesen sei international bekannt für geringe Wertschätzung, wenig Autonomie und hohe Belastungen bei vergleichsweise niedrigem Lohn für Pflegende … Der Pflegefachkräftemangel sei schließlich ein internationales Problem, und Deutschland in der Konkurrenz mit anderen Industrienationen schlecht aufgestellt.“
DBfK fordert ‚bessere Pflege‘ für Pflegende in Deutschland, Presseerklärung vom 19.07.2011

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Die Gewerkschaft ver.di rief Ende April zur Urabstimmung und 92,91 % der ver.di Mitglieder stimmen für Streik!!!
„Wir sind überwältigt über die große Resonanz und den Zuspruch durch die ver.di Mitglieder und Beschäftigten der Charité Universtitätsmedizin Berlin. In vielen Gesprächen vor Ort auf den Stationen und Bereichen haben wir schon jetzt über die aus den Bereichen stammenden Planungen in Sachen Unterstützung und Teilnahme am unbefristeten Streik erfahren. Die Eigeninitative und große Bereitschaft, sich gemeinsam für die Durchsetzung unserer Forderungen einzusetzen, lässt uns positiv in Richtung 2. Mai sehen – der erste Tag des unbefristeten Streiks.“

ver.di Streik Infos

Wie gelingt es in Norwegen Menschen zu helfen, die mit Demenz ins Krankenhaus kommen? Was bedeutet das für die Personalausstattung in Deutschland? Einladung zu einer Studienreise (2017).


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„Ohne strukturelle Veränderungen fehlen der Rhein-Main-Region in den nächsten 20 Jahren möglicherweise bis zu 120.000 Arbeitskräfte in der Gesundheitswirtschaft, vor allem Ärzte, Pflegekräfte und Ingenieure. Zu diesem Ergebnis kommt die heute vorgestellte gemeinsame Studie der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.v., der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main und der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e.V.
‚Wir brauchen eine konzertierte Aktion, um Fachkräfte zu gewinnen und zu binden‘, forderte Florian Gerster, Vorsitzender der Initiative.“ Gerster stellte einige Ideen vor, um die Situation zu verbesserN: „So müsse die Region stärker für sich als starken Standort der Gesundheitswirtschaft werben, was bisher kaum geschehe. Hier sei zum Beispiel eine Imagekampagne sinnvoll. Weil viele im Ausland angeworbene Ärzte und Pflegekräfte wegen massiver Sprachprobleme schon nach wenigen Monaten wieder die Heimreise anträten sei es sinnvoll, in der Region zentrale, fachbezogene Sprachkurse anzubieten … Ebenso müssten die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen familienfreundlicher werden, damit mehr Frauen mit Kindern arbeiten oder nach der Babypause wieder in den Beruf zurückkehren könnten. Moderne Arbeitszeitmodelle, zum Beispiel für die Jahres- und Lebensarbeitszeit mit verbesserten Vergütungen, seien ebenso ein sinnvoller Weg, wie Modellprojekte zur Neuverteilung ärztlicher und nichtärztlicher Tätigkeiten oder zur ambulant-stationären Vernetzung.“

Initiative „gesundheitswirtschaft rhein-main“ fordert konzertierte Aktion gegen drohenden Fachkräftemangel, Pressemitteilung, vom April 2011


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„Expertenstandards sind [in der Pflege] verbindliche Instrumente, die entscheidend zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege beitragen. Sie berücksichtigen sowohl pflegewissenschaftliche Erkenntnisse als auch pflegepraktische Erfahrungen gleichermaßen und beschreiben detailliert, was von stationären Einrichtungen und ambulanten Diensten zu tun ist, um bestimmten Gefahren (z. B. Dekubitusentstehung, Mangelernährung) vorzubeugen.“ Mit der Pflegereform 2008 wurden die Expertenstandards „für alle Pflegeheime und Pflegedienste in Deutschland unmittelbar verbindlich“, schreibt der GKV Spitzenverband.

Im Februar trafen sich in Berlin PflegeexpertInnen, um über die weitere Umsetzung der Expertenstandards im Pflegealltag zu beraten. „In acht Arbeitsgruppen wurde am Nachmittag der Frage nachgegangen, welche Erfahrungen zur nachhaltigen Implementierung von Expertenstandards in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und in der ambulanten Pflege vorliegen … [Es wurde] deutlich, wie sehr die Umsetzung der Expertenstandards durch den vielerorts vorherrschenden Pflegenotstand erschwert wird. Neben der quantitativ wie qualitativ unzureichenden Personalausstattung und der daraus resultierenden hohen Personalfluktuation besteht ein weiteres großes Problem darin, dass die Schlüsselpositionen in der Pflege aus Kostengründen häufig nicht mit den Bestqualifiziertesten besetzt sind und die vorhanden Ressourcen nicht optimal genutzt werden können.“

13. Workshop des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege, Nachricht des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin vom 18.3.2011

Expertenstandards nach §113a SGB XI, Informationen des GKV Spitzenverbands vom 13.10.2009

Wie gelingt es in Norwegen Menschen zu helfen, die mit Demenz ins Krankenhaus kommen? Was bedeutet das für die Personalausstattung in Deutschland? Einladung zu einer Studienreise (2017).


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In Zeiten von DRGs werden in den Krankenhäusern die PatientInnen in Einzeldiagnosen „zerlegt“. Die Versorung von Menschen mit vielen verschiedenen Erkrankungen (Multimorbdität) wird so zum administrativen Kunststück. Das wird noch problematischer, wenn jemand große Schwierigkeiten hat eigene Bedürfnisse zu erkennen und zu kommunizieren. Die Gesundheitspolitik hat zu solchen Problemen wenig Hilfreiches zu bieten. Der DBfK weist nicht auf den Handlungsbedarf hin, sondern will mit einer Broschüre helfen die Situation zu verbessern.

„Eine Expertengruppe des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) hat Empfehlungen zur Betreuung demenziell erkrankter Patienten in Krankenhäusern zusammengestellt. Die 14-seitige Broschüre mit dem Titel
‚Hinweise für das Pflegemanagement zur Betreuung von Patient/-innen mit kognitiven Störungen in Krankenhäusern‘
nimmt die Problematik der zunehmenden Zahl dementiell Erkrankter in den Kliniken auf. Den hiermit verbundenen besonderen Herausforderungen haben sich die meisten Krankenhäuser bisher noch nicht ausreichend gestellt, daher kommt es häufig zu erheblichen Problemen im Tagesablauf. Die Broschüre der Bundesarbeitsgemeinschaft Pflegemanagement des DBfK greift insbesondere die Themen Ernährung, Architektur/Umfeld, Schnittstellen, Schulung, Angehörige, Sicherheit und Werte/Wirtschaftlichkeit auf. Beigefügt sind Empfehlungen zu weiterführender Literatur und wichtige Internetadressen.“

(Pressemitteilung des DBfK vom 16.3.2011)

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Wie gelingt es in Norwegen Menschen zu helfen, die mit Demenz ins Krankenhaus kommen? Was bedeutet das für die Personalausstattung in Deutschland? Einladung zu einer Studienreise (2017).

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