Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Malu Dreyer’

Die die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer hat sich zur Zukunft der häuslichen Pflege geäußert:
„Die Pflegepolitik stehe vor neuen Herausforderungen. Zum einen werde die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahrzehnten deutlich ansteigen; vor allem die Zahl hochaltriger, dementer Menschen werde dramatisch zunehmen. Demgegenüber nehme das Potential an familiärer Unterstützung ab. Geburtenrückgang, zunehmende Entfernung junger Menschen vom Lebensort ihrer Eltern und zunehmende Erwerbsbeteiligung von Frauen führten dazu, dass immer mehr die Unterstützung außerhalb der Familie gefordert sei … Gemeinsames politisches Ziel sei es, dass Menschen dort alt und auch gepflegt werden könnten, wo sie gelebt hätten oder leben wollten. ‚Die Pflege der Zukunft ist Pflege im Quartier‘, so die Ministerin. Die Ressourcen der Familien, Nachbarschaften, des freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements müssten gestärkt und mit den professionellen Pflege- und Betreuungsstrukturen sinnvoll verknüpft werden. Das erfordere ein Gesamtkonzept, das Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gestalte, die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure bündele und die sozialräumlichen Hilfesysteme stärke. Vor allem den Kommunen komme hier eine zentrale Rolle zu …
Ebenfalls Handlungsbedarf bestehe beim drohenden Personalmangel in der Pflege. Der Pflegeberuf müsse attraktiver gestaltet werden, um eine ausreichende Zahl an qualifizierten Fachkräften dauerhaft sicherzustellen und mehr Nachwuchs für die Pflege zu gewinnen … Auch die beruflichen Rahmenbedingungen müssten verbessert werden. ‚Hierzu gehört eine angemessene und leistungsgerechte Bezahlung‘, so Malu Dreyer.“

Malu Dreyer: Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff dringend nötig, Pressemitteilung des Ministeriums vom 24.11.2011

Advertisements

Read Full Post »

„‚Der 23. September ist da und von den angekündigten Eckpunkten des Bundesgesundheitsministers für eine Pflegereform fehlt bislang jede Spur‘, wie Sozialministerin Malu Dreyer heute in Mainz erklärte. ‚Mit seiner Ankündigung, die Pflegereform aufgrund der Uneinigkeit in der Koalition verschieben zu wollen, stößt er die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen vor den Kopf … Während der Minister noch weiter zögert, überbieten sich andere Akteure vornehmlich aus dem Unionslager öffentlich mit ihren Vorschlägen‘, so die Ministerin.
Statt das Frühjahr ausschließlich dafür zu nutzen, sich erst einmal öffentlichkeitswirksam im Rahmen der Pflege-Dialoge bei Expertinnen und Experten über den offenkundigen Reformbedarf zu erkundigen, hätten Bahr und sein Vorgänger im Amt, Philipp Rösler, besser bereits koalitionsintern über die Reform beraten sollen …
Noch Bahrs Vorgänger Philipp Rösler hatte 2011 zum Jahr der Pflege ausgerufen. ‚Die Bundesregierung hat es geschafft, die geringen Erwartungen an diese Ankündigung noch zu unterbieten‘, erklärte Malu Dreyer … ‚Gegenseitige Schuldzuweisungen innerhalb der Koalition helfen den pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen jedoch nicht weiter. Untätigkeit ist das Letzte, was wir in der Pflege brauchen‘, kritisierte Dreyer … ‚Die Forderung Bahrs nach einer baldigen Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs begrüße ich ausdrücklich‘ … Ein besonderes Anliegen ist ihr auch die Stärkung der häuslichen Pflege und die Entlastung pflegender Angehöriger. ‚Wir brauchen Angebote der Tagesbetreuung, die flexiblere Verwendung von ambulanten Sachleistungen und die Erweiterung des Anspruchs auf Verhinderungs- und Kurzzeitpflege …‘, forderte Malu Dreyer.

Malu Dreyer: Regierungskoalition im Bund ist handlungsunfähig, Pressemitteilung des Sozialministeriums vom 23.9.2011

Bahr: Noch etwas Zeit, unser Artikel vom 19.9.2011

Read Full Post »

Gesundheitsministerin Barbara Steffens (NRW) unterstützt ihre Amtskollegin Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) in dem Bestreben eine schnelle Reform der Pflegeversicherung zu erreichen. Die Ministerin unterstrich, dass bei den Vorschlägen der Länder auch der Erweiterung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs Rechnung getragen wurde. „Für Veränderungen in der Pflege ist keine Zeit mehr zu verlieren … Viele können sich eine gute und entsprechende Pflege auf Dauer gar nicht mehr leisten. Deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt endlich umdenken und uns gemeinsam für eine Bürgerversicherung stark machen. Sie erhält die gesamtgesellschaftliche solidarisch finanzierte Absicherung. Sie bezieht alle Menschen ein und beteiligt auch höhere Einkommen an der Finanzierung“.
Den Überlegungen des Bundesgesundheitsministers, „eine einkommensunabhängige kapitalgedeckte Zusatzfinanzierung zu sichern, erteilte Steffens eine klare Absage:

• Für die mittlere bis ältere Generation ist der Aufbau eines individuellen Kapitalstocks auf Grund der damit verbunden notwendigen langen „Vorlaufzeit“ nicht lohnend und nicht allein finanzierbar.

• Sie belastet in der Umstiegsphase hauptsächlich die jüngere Generation mit Mehrkosten.

• Bei diesem Modell ist nicht geklärt, wie notwendige Zusatzprämien für Menschen mit nur geringen eigenen Einkünften aufgebracht werden sollen.

• Unklar ist ferner, wie eine solche bei privaten, gewinnorientierten und nur einer eingeschränkten staatlichen Aufsicht unterliegenden Unternehmen angekoppelte Zusatzversicherung vor krisenhaften Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt geschützt werden soll.

Die Ministerin zeigte sich angesichts der Gesamtherausforderungen durchaus auch offen, darüber nachzudenken,ob die bisherige Trennung von Krankenversicherung und Pflegeversicherung zukünftig beibehalten werden sollte.“

Ministerin Steffens: Länder haben im Gegensatz zum Bund schon konkrete Ideen für eine Pflegereform, Presseerklärung des NRW Gesundheitsministeriums vom 16.8.2011

Read Full Post »