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„Seit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetztes im Jahr 2008 haben die Medizinischen Dienste rund 30.000 Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Auf dieser Grundlage gilt es, das Instrument ‚Qualitätsprüfung‘ weiter zu entwickeln. Impulse erwarten wir zum einen von den Ergebnissen des von Gesundheits- und Seniorenministerium geförderten Projekts ‚Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe‘ … Aber: ‚Ergebnisindikatoren auf der Basis von Selbsterhebungen der Einrichtungen können auch in Zukunft die MDK-Prüfung nicht ersetzen“, betonte Dr. Peter Pick, Chef des Medizinischen Dienstes Bund (MDS).
„Darüber hinaus wird eine Weiterentwicklung der MDK-Prüfungen die aktuelle pflegewissenschaftliche Diskussion – etwa über freiheitsentziehende Maßnahmen oder den Umgang mit herausforderndem Verhalten – einbeziehen. Und drittens wird die Erfassung der Lebensqualität von Pflegebedürftigen künftig eine wichtigere Rolle spielen. Insbesondere für Menschen mit Demenz fehlt es bisher an geeigneten Erhebungsinstrumenten. Der MDS hat in einem gemeinsamen Projekt mit dem Institut für Gerontologie an der Universität Heidelberg ein Instrument entwickelt, das geeignet ist, diese Lücke zu schließen.
‚Internationale Erfahrungen zeigen, dass nur eine sinnvolle Verknüpfung von interner und externer Qualitätssicherung erfolgreich sein kann‘, so Jürgen Brüggemann, Fachgebietsleiter ‚Qualitätsmanagement‘ beim MDS … Sinnvoll sei es, die Versorgungsqualität noch stärker in den Mittelpunkt der Qualitätsbewertungen zu stellen. Bei einem neu gestuften Prüfablauf müsse dann nicht immer das ganze Prüfpaket abgearbeitet werden. Denkbar sei, ggf. auf einen Teil der Prüfung von Prozessen und Qualitätsmanagement zu verzichten, wenn in der Versorgungsqualität keine Probleme festgestellt werden. Bei Defiziten in der Versorgungsqualität brauche man aber tiefer gehende Informationen über die Organisation der Einrichtungen, um Impulse für Qualitätsverbesserungen geben zu können. „Deshalb kann man auch in Zukunft bei der MDK-Prüfung nicht auf die Erhebung von Merkmalen der Prozess- und Strukturqualität verzichten“, sagte Brüggemann.‘
Hintergrund:
… Rund 23.000 Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen haben die Medizinischen Dienste … durchgeführt, für ca. 19.000 Pflegeheime und ambulante Pflegedienste können Verbraucher die Ergebnisse auf den Internetseiten der Pflegekassen abfragen.“

Offen bleibt in dieser Pressemitteilung, wie es gelingen könnte die Ideen des MDS rechtsverbindlich werden zu lassen. Bei der Einführung der Pflegenoten hatten die Akteure der Selbstverwaltung mehrere Deadlines gebrochen. Das Ergebnis entsprach weniger dem Interesse der Pflegebedürftigen, sondern eher dem kleinsten gemeinsamen Nenner von Kassen und Trägern.
Georg Paaßen

Mehr lesen …

H.I.L.DE. – Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität Demenzkranker, Internetseite zum Forschungsprojekt
Andere Pflegenoten
, unser Beitrag vom 4.3.2011
Pflegenoten neu und tragfähig, unser Beitrag vom 12.5.2011

MDS: Weichen für mittelfristige Weiterentwicklung der MDK-Qualitätsprüfungen jetzt stellen, Pressemitteilung des MDS vom 19.5.2011


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Die Zahlen des Medizinischen Dienstes Spitzenverband Bund der Krankenkassen (MDS) zeigen, dass etwa 38 Prozent der Personen, die einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt haben in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind. „Diese Zahlen werden aufgrund der anstehenden Altersverschiebungen in der Zukunft noch ansteigen. Derzeit leiden ca. 1,2 Millionen Menschen an einer dementiellen Erkrankung. ‚Wir brauchen ein breit angelegtes und gut abgestimmtes Versorgungsangebot für Menschen mit Demenz. Dazu sind die niedrigschwelligen Entlastungs-, Unterstützungs- und Beratungsangebote weiter auszubauen. Menschen mit Demenz wollen und sollen möglichst lange in ihrem häuslichen Umfeld bleiben können …“, forderte Dr. Pick, Geschäftsführer des MDS. „Demenzen müssten möglichst frühzeitig erkannt werden, um die bestehenden Therapieangebote – medikamentöse wie nichtmedikamentöse – nutzen zu können … Für die Pflege von Menschen mit Demenz hat außerdem die Einführung des neuen Pflegebegriffs zentrale Bedeutung … ‚Der neue Pflegebegriff wird Impulse für die verbesserte Versorgung der Menschen mit Demenz setzen und die seit langem bestehende Ungleichbehandlung von somatisch Erkrankten und demenziell oder psychisch erkrankten Menschen aufheben“, so Pick.
MDS: Bessere Versorgung von Menschen mit Demenz ist Zukunftsaufgabe, Pressemitteilung des MDS vom 14.4.2011


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