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Posts Tagged ‘NRW’

Im Jahr 2005 hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) die Broschüre „Brennpunkt Pflege“ veröffentlicht. Darin finden sich die denkwürdigen Sätze:
„Arbeitsplätze in der Pflege werden abgebaut bzw. nicht besetzt. Parallel dazu gibt es einen Mangel an Pflegepersonal … Unbemerkt von Politik und Öffentlichkeit werden massiv Ausbildungskapazitäten in der Pflege abgebaut … Pflegende aus den Krankenhäusern wandern in die stationäre Altenhilfe ab. In wenigen Jahren werden die heute reduzierten Jahrgänge die Ausbildung beenden. Pflegepersonal wird fehlen! Pflegebedürftige werden nicht oder schlecht versorgt werden. Der Personalmangel, die schlechten Arbeitsbedingungen und der Sparwahn von heute werden das Image der Pflegeberufe nachhaltig beschädigt haben. Keine noch so teure Imagekampagne wird eine ausreichende Zahl qualifizierter Bewerber anlocken. In kurzsichtigen Lösungsansätzen wird die schon heute dringend gebotene Zusammenarbeit mit pflegenden Angehörigen und Laien verwechselt mit der Lösung des zu erwartenden Mangels an qualifizierter Pflege.“

Im September 2011 möchte sich die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) ins Gespräch bringen und veröffentlicht Hochrechnungen zum kommenden Personalmangel in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Ob sich die Fachleute beim DBfK freuen, weil sie recht behalten haben? Erschreckend bleibt, dass im Jahr 2011 noch die gleichen Probleme und die gleichen Lösungsansätze diskutiert werden, wie sechs Jahre zuvor. Wirklich verändert wurde wenig.

Brennpunkt Pflege – Zur Situation der beruflichen Pflege in Deutschland pdf Logo, Broschüre des DBfK vom Oktober 2005

Hochgerechnet zu wenig Pflegende in Baden-Württemberg, unser Beitrag vom 23.9.2011
Hochgerechnet zu wenig Pflegende in NRW, unser Beitrag vom 25.9.2011

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Die WAZ weist darauf hin, dass heute im Gesundheitswesen mit 3,7 Millionen Beschäftigten so viele Menschen arbeiten, wie in keiner anderen Branche. „Die meisten starten mit großer Begeisterung in den Beruf, sie wollen anderen Menschen helfen. Doch dann merken sie, dass sie kaum Zeit haben, sich wirklich zu kümmern.“ Der das sagt ist Mitarbeiter bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC). Die Firma hat eine Prognose zur Situation auf dem Arbeitsmarkt für Pflegepersonal in  Nordrhein-Westfalen (NRW) erstellt. Man hat errechnet, dass schon heute  mehr als 20000 Fachkräfte in NRW fehlen. Die hochbezahlten Wirtschaftsprüfer attestieren, dass bessere Arbeitsbedingungen die wichtigste Voraussetzung seien, um dem Mangel zu lindern. PwC empfiehlt dringend, die Pflegefachkräfte länger im Beruf zu halten. „Wenn sie im Durchschnitt neun statt acht Jahre in der Pflege bleiben, wäre schon viel gewonnen“, so könnten die berechneten Mängel um mehr als die Hälfte gemindert werden.

Quelle: NRW droht dramatischer Mangel an Pflegekräften, Artikel auf http://www.derwesten.de vom 25.9.2011
DBfK: Personalmangel, unser Beitrag vom 26.9.2011
Hochgerechnet zu wenig Pflegende in Baden-Württemberg, unser Beitrag vom 23.9.2011

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Für das Land Baden-Württemberg hat Pricewaterhouse-Coopers (PwC) errechnet, dass auch dort Fachkräftemangel im Gesundheitswesen und in der Pflegewirtschaft zu erwarten ist. Die angesehene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft empfiehlt „rasch und entschieden“ gegenzusteuern. Der Mangel an Alten- und Krankenpflegekräften werde in „Baden-Württemberg in den kommenden 18 Jahren deutlich stärker“ zunehmen als im benachbarten Bayern. Die PwC-Leute rechnen für 2030 in Baden-Württemberg damit, dass  jede fünfte Stelle unbesetzt bleiben müsste. Im Freistaat soll „nur“ jede siebte Stelle ohne BewerberIn sein.

Mangel an Pflegepersonal verschärft sich, Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 23.9.2011

Hochgerechnet zu wenig Pflegende in NRW, unser Beitrag vom 25.9.2011

Umlage für Altenpflegeausbildung in NRW, unser Beitrag vom 28.6.2011

Pflegenotstand kommt an Rhein und Main, unser Beitrag vom 30.4.2011

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Gesundheitsministerin Barbara Steffens (NRW) unterstützt ihre Amtskollegin Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) in dem Bestreben eine schnelle Reform der Pflegeversicherung zu erreichen. Die Ministerin unterstrich, dass bei den Vorschlägen der Länder auch der Erweiterung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs Rechnung getragen wurde. „Für Veränderungen in der Pflege ist keine Zeit mehr zu verlieren … Viele können sich eine gute und entsprechende Pflege auf Dauer gar nicht mehr leisten. Deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt endlich umdenken und uns gemeinsam für eine Bürgerversicherung stark machen. Sie erhält die gesamtgesellschaftliche solidarisch finanzierte Absicherung. Sie bezieht alle Menschen ein und beteiligt auch höhere Einkommen an der Finanzierung“.
Den Überlegungen des Bundesgesundheitsministers, „eine einkommensunabhängige kapitalgedeckte Zusatzfinanzierung zu sichern, erteilte Steffens eine klare Absage:

• Für die mittlere bis ältere Generation ist der Aufbau eines individuellen Kapitalstocks auf Grund der damit verbunden notwendigen langen „Vorlaufzeit“ nicht lohnend und nicht allein finanzierbar.

• Sie belastet in der Umstiegsphase hauptsächlich die jüngere Generation mit Mehrkosten.

• Bei diesem Modell ist nicht geklärt, wie notwendige Zusatzprämien für Menschen mit nur geringen eigenen Einkünften aufgebracht werden sollen.

• Unklar ist ferner, wie eine solche bei privaten, gewinnorientierten und nur einer eingeschränkten staatlichen Aufsicht unterliegenden Unternehmen angekoppelte Zusatzversicherung vor krisenhaften Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt geschützt werden soll.

Die Ministerin zeigte sich angesichts der Gesamtherausforderungen durchaus auch offen, darüber nachzudenken,ob die bisherige Trennung von Krankenversicherung und Pflegeversicherung zukünftig beibehalten werden sollte.“

Ministerin Steffens: Länder haben im Gegensatz zum Bund schon konkrete Ideen für eine Pflegereform, Presseerklärung des NRW Gesundheitsministeriums vom 16.8.2011

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Die NRW Landesregierung hat eine Umlage zur Finanzierung der Altenpflegeausbildung beschlossen. „Ziel der Rechtsverordnung ist, dass ab Januar 2012 alle Pflegeein­richtungen in Nordrhein-Westfalen entsprechend ihrer Größe (Zahl der beschäftigten Pflegefachkräfte/betreute Personen/geleistete Pflege­stunden) in einen Ausbildungsfonds einzahlen. Wer ausbildet, bekommt die Ausbildungsvergütung vollständig aus dem Fonds erstattet … Zwar könnten in der Pflege bereits heute die Ausbildungsvergütungen über die Pflegesätze refinanziert werden. Die dadurch im Vergleich zu nicht ausbildenden Einrichtungen höheren Pflegesätze stellten aber einen Wettbewerbs­nachteil auf dem Pflegemarkt dar.“ Diese Maßnahme soll dazu beitragen den Mangel an Qualifizierten Altenpflegekräften in NRW zu bekämpfen; Ende 2010 fehlten bereits etwa 3.000 Absolventinnen und Absolventen in den Pflegeberufen.
Zusätzlich wird das Land „für die zusätzlichen Schülerinnen und Schüler die Förderung der Schulkosten übernehmen … Das Land finanziert die Ausbildungen in der Pflege mit 34,7 Millionen Euro im Jahr 2011.“
Ministerin Steffens: „Dadurch setzen wir einen starken Anreiz für mehr Ausbildung. Außerdem wird der von den Pflegeeinrichtungen und am­bulanten Diensten beklagte Wettbewerbsnachteil ausgeglichen.“

Landesregierung beschließt Umlagefinanzierung zur Erhöhung der Ausbildungsplätze in der Altenpflege – Ministerin Steffens: Wichtiger Teil eines Maßnahmenpakets, um Nordrhein-Westfalen demographiefest zu machen, Pressemitteilung vom 28.6.2011
Nachwuchsinitiative in Niedersachsen, unser Beitrag vom 21.6.2011

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Die Sozialholding der Stadt Mönchengladbach möchte mit einer Informationsoffensive mehr BewerberInnen für eine Mitarbeit interessieren. Auf 52 Seiten, geht es nicht nur um die Vorstellung der Einrichtungen, sondern es werden auch Details zu Sozialleistungen, Qualitätsmanagement, Fort- und Weiterbildung gegeben … sehr interessant.
Ob’s hilft?

Online Mitarbeiterinformationen der Sozialholding


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Stefan Romberg (FDP-NRW), setzt sich für die Entlastung von pflegenden Angehörigen ein. „Viele Pflegebedürftige, insbesondere Demenzerkrankte, benötigen wie kleine Kinder Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Doch bezahlbare und ortsnahe Altentageseinrichtungen sind häufig Mangelware … Pflegende werden zu häufig vor die Entscheidung gestellt, ihre Berufstätigkeit ganz aufzugeben, oder den Angehörigen in einem Pflegeheim unterzubringen.“ Romberg weist auch auf Schwierigkeiten hin, wenn individuelle Betreuung organisiert werden soll. „Wie für junge Eltern, die häufig auf Tagesmütter zurückgreifen könnten, müsste auch für Pflegende eine solche Alternative geschaffen werden. ‚Wir benötigen dringend Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige. Ansonsten kollabiert mittelfristig das ganze Pflegesystem.'“

Romberg: Pflegende Angehörige besser entlasten acrobat-icon, Pressemitteilung der FDP Fraktion im NRW-Landtag vom 17. Juni 2011


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