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Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR), ein Zusammenschluss aus 16 Berufsverbänden, fordert von Bund und Ländern endlich eine zukunftsweisende Reform der Pflegeausbildung zu beschließen.

„Neben der Frage der Finanzierung ist der neue Zuschnitt des Pflegeberufes ein zentrales Thema. Die Forderung nach einer generalistischen Ausbildung ist bei den Berufsverbänden des Deutschen Pflegerates e.V. (DPR) und weit darüber hinaus Konsens. Diese Forderung beinhaltet einen Beruf, mit einer Berufsbezeichnung und voller Anerkennung gemäß der EU-Direktive … In der Konsequenz heißt das, dass alle drei bisherigen Pflegeberufe [Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege] verschwinden und durch einen vierten neuen Beruf ersetzt werden.“
– Der Pflege- und Versorgungsbedarf der Menschen passt immer weniger zu den organisatorischen Grenzen der Gesundheitswirtschaft. Die ambulante Pflege macht heute Operationsnachsorge, Altenpflegeeinrichtungen betreuen WachkomapatientInnen, Krankenhäuser versorgen Demenzkranke und mehrfach Behinderte, Behinderteneinrichtungen müssen altengerecht umgebaut werden …
– „Berufsqualifizierung bereitet heute auf lebenslanges Lernen vor. Die Spezialisierung in allen Sektoren ist so groß, dass auch heute niemand am Ende der Ausbildung ohne qualifizierte und umfassende Einarbeitung in irgendeinem Tätigkeitsbereich arbeiten kann.“
– „Durch eine akademische Erstausbildung wird qualitativ besser auf die zukünftigen Anforderungen vorbereitet, der Beruf gewinnt an Attraktivität und zieht Bewerber/innen an, die sonst etwas anderes studieren würden. Ergänzend dazu müssen aus dem Kreis derjenigen, die die formalen Anforderungen nicht erfüllen,  diejenigen identifiziert werden, die für die Pflege geeignet sind und Interesse haben. Sie müssen die Chance erhalten, über vertikale Durchlässigkeit, z.B. über eine Pflegehelferausbildung, Zugang zur Pflegeausbildung erhalten – soweit sie diese erfolgreich bewältigen können.“

Der DPR erwartet … eine rasche und konsequente Umsetzung der Reform … Der Mangel an Pflegefachpersonal verschärft sich täglich und Billiglösungen sind wie immer wohlfeil … in der Zwischenzeit wird mal wieder die Chance verpasst, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten und im Sinne einer besseren Versorgung weiterzuentwickeln.“

Reform der Pflegeausbildung jetzt!, Presseinformation des DPR vom 5.4.2011


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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert, die gesetzliche Fachkraftquote in Einrichtungen der Altenhilfe nicht zum Spielball unterschiedlicher Interessen zu machen. „Die Quote gilt als Element zur Sicherung von Pflegequalität,“ sagt DBfK-Referentin Gudrun Becher. „Angesichts der wachsenden Zahl an kognitiv eingeschränkten Bewohnern und der Übernahme von Patienten nach immer kürzeren Krankenhausaufenthalten sind die Anforderungen quantitativ und qualitativ gewachsen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, sind Fachwissen auf dem Stand aktueller pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse sowie breitgefächerte Kompetenzen, beispielsweise im Bereich Kommunikation, Organisation, Anleitung und Beratung, erforderlich“, so Becher weiter. Dies seien zentrale Aufgaben der professionell Pflegenden. Der DBfK setze sich dafür ein, nur Fachkräfte der Pflegeberufe mit mindestens dreijähriger Ausbildung oder einem grundständigen Pflegestudium für das Kontingent der Pflegefachkräfte in der stationären Altenpflege anzuerkennen.

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